Aktienoptionsrecht ist noch kein geldwerter Vorteil

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Deutsche Presse-Agentur

Aktienoptionsrechte von Arbeitnehmern stellen einem Urteil des Bundesfinanzhofes zufolge noch keinen geldwerten Vorteil dar. Erst der tatsächliche Erwerb von verbilligten Aktien des eigenen Unternehmens sei so zu bewerten.

Das teilte das Gericht in München unter Berufung auf ein Urteil vom 20. November (Az. VI R 25/05) mit. Maßgeblich für die Bewertung sei allerdings der Wert der Aktie bei Einbuchung in das Depot und nicht wie von der Vorinstanz angenommen der Kurswert der Aktie zum Zeitpunkt der Überlassung.

In dem konkreten Fall hatte der Kläger an einem Optionsprogramm teilgenommen. Das Finanzamt ermittelte die Höhe des geldwerten Vorteils, also die Summe, die zu den steuerpflichtigen Einnahmen des Arbeitnehmers gerechnet wird, zum Zeitpunkt der tatsächlichen Umwandlung des Optionsrechts in Aktien. Der Kläger wollte dagegen, dass sich die Besteuerung am Zeitpunkt der Einräumung des Optionsrechtes orientierte.

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