Ein Anwalt der Menschlichkeit

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Als einen Anwalt der Menschlichkeit bezeichnete Redemptoristen-Provinzial Pater Hans Schalk seinen Ordenskollegen Pater Pelagius Sauter, der zu seinem 125. Geburtstag mit der Enthüllung eines Denkmal auf dem örtlichen Friedhof geehrt wurde.

Der hohe Gast erinnerte an seinen Besuch in Brasilien, wo der in Nordhausen aufgewachsene Ordensmissionar 52 Jahre tätig war und wo dieser als "Apostel von Goias" in vitaler Erinnerung geblieben sei. Seine Seligsprechung sei bereits von Brasilien beantragt worden. Pater Schalk wollte die Ehrung durch die Ortschaft als "geistige Heimkehr" des Lehrersohns verstanden wissen, den es schon im Kindesalter nach dem Beruf des Geistlichen verlangt habe.

Ortsvorsteher Bernhard Uhl begrüßte zu dem Akt auch Bundestagsabgeordneten Georg Brunnhuber und Landrat Klaus Pavel, vor allem aber als ganz seltenen Gast den Rottenburg-Stuttgarter Bischof Dr. Gebhard Fürst. Dieser sprach die Segensworte für Pater Pelagius, nachdem er vorher unter imponierender Beteiligung der Gläubigen, darunter in großer Zahl auch die Freunde aus der ehemaligen Waldensergemeinde Nordhausen bei Heilbronn, den Gottesdienst zelebriert hatte. Er feierte gemeinsam mit dem zuständigen Gemeindepfarrer Manfred Schmid, mit Pfarrer Joas und Pater Peter Renju aus Ellwangen.

Zum 250-jährigen Kirchenjubiläum appellierte der Bischof an die Gläubigen, nicht nur distanziert die Schönheit des barocken Gotteshauses zu bewundern, sondern darüber hinaus der aus lebendigen Steinen erbauten Gemeinde erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Gottesdienst und Denkmalenthüllung wurden von der Rieser Trachtenkapelle aus Unterschneidheim festlich umrahmt.

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