Gold im Visier: Menninger Schützen bei DM in München

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In dieser Woche trafen die Menninger Sportschützen auf dem Schießstand des SV Ruhestetten die letzten Vorbereitungen für ihre Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück.

Die Vorbereitungen umfassen nicht nur aktives Training mit Leistungskontrolle, Überprüfung der Gewehre, der Bekleidung und des Wettkampfzubehörs, sondern es wurden auch Munitionstest durchgeführt, damit jeder Schütze die optimale Ladung für sein Sportgerät mit zu den nationalen Meisterschaften nimmt. Um eine hohe Ringzahl zu schießen, sollten es jeweils Patronen aus einer Fertigungsserie sein, damit die Visierung nicht immer wieder neu eingestellt werden muss. Dazu gab es noch kostenlos jede Menge fachmännische Ratschläge und wettkampferprobte Tipps von Bruno Sinnwell, der selbst mehrfach Medaillenträger bei Deutschen Meisterschaften war.

Vier Schützen des SV Menningen konnten sich ibei den Landesmeisterschaften des Südbadischen Sportschützenverbandes zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Die meisten Starts gehen auf das Konto des 22-jährigen Zerspanungstechnikers Gunnar Schmidt, der in den Disziplinen KK 3-Stellung 3x40 ,Luftgewehr, KK Standard 3x20 und die 10 m Armbrust zum Einsatz. kommt. Außerdem wird Schmidt auch noch den Wettbewerb KK 100m für den SV Zoznegg bestreiten. Bevor der Ausnahmeschütze beim Oktoberfest um die DM Armbrust national 30 m kämpft, steht ein weiterer Termin für ihn an: Am 6. September fährt Schmidt zu einem Sichtungsschießen ins Landesleistungszentrum Pforzheim, mit dem Ziel, sich die Aufnahme in den D3- oder Luftgewehr-Kader zu sichern.

Erfahrenes Quartett

Als Mannschaft in der Altersklasse KK Liegend gehen die sehr erfahrenen Schützen, jeder von ihnen war mehrfacher Landesmeister, Franz Seehuber, Horst Borneck und Hansjörg Pflumm nach München. Borneck gewann in diesem Sportjahr bei den Landesmeisterschaften mit 590 Ringen die Silbermedaille in der Klasse Senioren I. Bei der DM 2002 hatte Franz Seehuber, der im ersten Durchgang schoss, mit extremem Windverhältnissen zu kämpfen. Trotzdem schaffte der Büchsenmachermeister das Kunststück, den ersten Durchgang als bester Schütze seiner Gruppe zu beenden. Die später startenden Schützen hatten es, als eine Windstille eintrat, einfacher und so musste sich Seehuber am Ende mit dem undankbaren 4. Platz begnügen. Hansjörg Pflumm kam nach der dem allzu frühen Tod des unvergessenen Ernst Stecher ins Menninger Team und zeichnet sich immer wieder durch mannschaftsdienliche Ergebnisse aus.

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