Zeitung: Geständnis im Fall Pascal

Lesedauer: 2 Min

Im Fall des Saarbrücker Kinderschänder-Skandals soll ein Mann nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ gestanden haben, Pascal und andere Kinder missbraucht zu haben. Der ermittelnde Oberstaatsanwalt Raimund Weyand wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren. Nach Angaben der Zeitung soll der 49-Jährige die Kinder in einem Nebenraum einer Saarbrücker Kneipe missbraucht haben. Der Mann sei seit November vergangenen Jahres in Haft. Ihm werde schwerer sexueller Kindesmissbrauch vorgeworfen.

Pascal war am 30. September 2001 verschwunden. Umfangreiche Suchaktionen nach dem Kind blieben bislang erfolglos. Wegen Mordverdachts wurden vier Frauen und acht Männer festgenommen, unter ihnen auch die ehemalige Wirtin der Saarbrücker Kneipe.

Zur Rekonstruierung der Tat habe die Polizei die Räume der Kneipe nachbauen lassen, heißt es in dem Bericht vom Samstag. Vermutlich hätten Tatbeteiligte an dieser Rekonstruktion mitgewirkt.

Zu dem Resultat habe sich die Polizei nicht geäußert. Ihre bisherigen Ermittlungen seien nach Informationen der Zeitung jedoch weitgehend bestätigt worden. Demnach sei der damals fünfjährige Pascal auf einem Bett in einem Nebenraum der Kneipe von Kinderschändern missbraucht und dann vermutlich umgebracht worden.

Kommentare werden geladen