Initiative Kulturattac gegründet

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Rund 100 Musiker, Künstler, Journalisten und Marketingfachleute haben sich zu einer kulturpolitischen Initiative mit dem Namen Kulturattac zusammengeschlossen. Die Initiative mit Sitz in Düsseldorf sei eine Abspaltung des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac Deutschland, sagte Kulturattac-Sprecher Davide Brocchi in Frankfurt. Ziel sei es, die Kultur aus der Abhängigkeit großer Unternehmen zu befreien, sagte er.

Kultursparten wie Medien, Kunst, Wissenschaft, Bildung, aber auch Werbung und Mode seien wirtschaftlich von Großkonzernen, Aktionären oder Sponsoren abhängig. Das bedeute eine Kontrolle der Kultur. Als Beispiel nannte Brocchi die Musikindustrie: „Künstler, die nicht bei den großen, international operierenden Labels unter Vertrag sind, haben kaum eine Chance. Es gibt wegen der Globalisierung keine Vielfältigkeit mehr.“ Kulturattac gehe es daher auch um die Förderung unabhängiger Künstler: „Eine andere Welt braucht auch eine andere Kultur.“

Die Initiative feiert ihre Gründung am kommenden Samstag (28.) mit einem Festival der „Kultur für eine andere Welt“ in Düsseldorf. Auch künftig sollen Kulturveranstaltungen organisiert werden. Dazu will Kulturattac regionale Strukturen mit regelmäßigen Treffen Kulturschaffender aufbauen und ein Internet-Magazin anbieten.

www.kulturattac.de

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