Schriftsteller und Hörspielautor Peter Hirche wird 80

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Deutsche Presse-Agentur

Der Schriftsteller und Hörspielautor Peter Hirche wird an diesem Montag 80 Jahre alt. Hirche gilt als einer der bedeutendsten Hörspielautoren im Nachkriegsdeutschland, der mehrfach ausgezeichnet wurde. In Dialogen, Monologen und Collagen zeichnete Hirche, wie ihm Kritiker bescheinigten, mit ungewöhnlicher sprachlicher Sensibilität Bilder von durchschnittlichen Menschen, in deren Schicksalen sich die sozialen und politischen Probleme der Gegenwart spiegeln.

Der am 2. Juni 1923 in Görlitz geborene Hirche lebt seit 1949 als freier Autor und Übersetzer in Berlin. 1953 wurde er mit dem Hörspiel „Die seltsamste Liebesgeschichte der Welt“ bekannt, ein Dialog über Einsamkeit und Liebe zwischen einer jungen Frau aus der höheren Gesellschaft und einem Arbeiter. Es folgten zahlreiche andere Arbeiten wie „Die Heimkehr“ (1954), „Nähe des Todes“ (1958) und „Eine Quizfrage“ (1968). Für „Miserere“ über das Schicksal der Bewohner eines Mietshauses erhielt Hirche 1967 den renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden und den Internationalen Hörspielpreis des Tschechischen Rundfunks. Außerdem schrieb er für das Fernsehen und verfasste auch Bühnenstücke.

Als Übersetzer machte er sich einen Namen mit der Übertragung von George Taboris „Pinkville“ ins Deutsche. 1956 erhielt er den Gerhart- Hauptmann-Preis, 1976 den Eichendorff-Preis.

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