"Kemna muss seine neue Rolle akzeptieren"

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ULM - Schon wieder Knatsch beim Basketball-Bundesligisten SSV ratiopharm Ulm 46: Karsten Kemna und Darnell Hoskins bekamen von Manager Karl Seitz offensichtlich die Leviten gelesen. Heute Abend sollen bei einer Mannschaftssitzung alle Probleme aus der Welt geschaffen werden. Sagt Seitz.

Von unserem Redakteur Christian Klose

Karsten Kemna, in der vergangenen Saison unter Coach Charles Brigham noch Kapitän und Leistungsträger, ist nun unter Trainer Jarvis Walker nur noch Ersatz. Als Kapitän wurde Kemna vor kurzem von Walker abgesetzt, jetzt ist Darnell Hoskins Spielführer. "Das hat Jarvis ganz klar angesprochen. Jarvis wollte einen Kapitän, der in der Starting-Five steht. Karsten Kemna tut das nicht, er muss diese Entscheidung einfach akzeptieren", betont der Ulmer Manager. Akzeptieren müsse Kemna auch, dass er in dieser Saison eine neue Rolle inne habe. "Er muss auf dem Feld Platz für Andere machen, die besser treffen oder schneller sind. Er ist ein Mann fürs Grobe. Das war er aber auch in der vergangenen Saison. Jetzt hat er eben weniger Einsatzzeit, aber auch in anderen Teams spielt ein Großer keine 35 Minuten. Im Moment fällt es Karsten etwas schwer, sich in der neuen Rolle zurecht zu finden. Aber wenn er seinen Job macht, ist er ein Teil der Mannschaft ", sagt Seitz. Der Manager weiter: "Im vergangenen Jahr spielte Kemna in einer schlechten Mannschaft viel. Aber lieber spielt er doch in einer erfolgreichen etwas weniger."

Dass der SSV ratiopharm den Center loswerden wolle, wollte Seitz nicht bestätigen. Der Ulmer Manager bestätigte lediglich, dass es von einem Verein eine Anfrage bezüglich Kemna gegeben habe. "Aber wir haben mit niemanden konkret verhandelt." Kemna selbst betonte, er werde die Situation akzeptieren und sich durch Leistungen anbieten. Auch dem zusätzlichen Konkurrenzkampf auf der Center-Position, nach der vorläufigen Verpflichtung von Mark Nees, stelle er sich. "Ich fühle mich in Ulm sehr wohl und will mich in den Dienst der Mannschaft stellen."

Der Andere, Darnell Hoskins, hatte von Seitz schon direkt nach dem Berlin-Spiel eine Standpauke erhalten. "Ich lobe ja auch lieber, aber das war nicht toll." Hoskins ist derzeit wie Kemna am Ellenbogen verletzt, eine Computer-Tomographie soll Aufschlüsse bringen. "Am wichtigsten ist jetzt, dass wir Ruhe bewahren und dass die Jungs wieder fit werden. Wir haben zur Zeit nur vier Leute im Training", sagt Seitz.

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