Menschen in der Region

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- Prof. Dr. Rütger Conzelmann (rechts), aus Meschede im Sauerland stammend und jetzt an der Fachhochschule Schwenningen lehrend, hätte Millionär werden können. Jedenfalls hatte er es dorthin geschafft, was für viele immer ein unerfüllter Traum bleiben wird: auf Günther Jauchs Stuhl von "Wer wird Millionär?". Mehr noch: Conzelmann waren 64 000 Euro sicher, 125 000 Euro schienen greifbar nah. Doch dann agierte der Wirtschaftsprofessor etwas zu forsch, fing an zu zocken und fiel auf 16 000 Euro zurück. Gehadert mit sich hat er aber nur ganz kurz: "Es gab ein lachendes und ein weinendes Auge." Jetzt sagt er: "Ich habe das in positiver Erinnerung. Es war ein Abenteuer."

Bei der Aufzeichnung der Sendung, am 14. April, war auch seine hochschwangere Frau Petronella dabei. Ausgerechnet am Tag der Sendung, also am vergangenen Freitag, hat sie im Rottweiler Krankenhaus einen Sohn (Name: Aron) geboren. Es gab Komplikationen, das Baby musste in die Kinderklinik nach Villingen verlegt werden, während die Mutter in Rottweil blieb, aber inzwischen befinden sich beide auf dem Weg der Besserung.

Derweil feierte Rütger Conzelmann gestern seinen 39. Geburtstag vorwiegend bei der Arbeit in der Fachhochschule Schwenningen.

Vorrangiges Ziel bei der RTL-Quizshow sei für ihn gewesen, sich nicht zu blamieren und erst mal 16 000 Euro zu erreichen, sagt der Professor. "Zocken wollte ich frühestens bei 500 000 Euro." Dass er es dann doch in einer Situation tat, in der ihm immerhin 64 000 Euro sicher waren, führt er auf einen ungewöhnlichen Grund zurück: "Ich war mehr im Spiel drin als mit den Gedanken beim Geld." Im Nachhinein sieht er ein, dass er die Antwort hätte wissen müssen, wenn er etwas langsamer und logischer vorgegangen wäre. Die Frage lautete: "Was wurde bei der Tagesschau erst 1959 eingeführt?" Conzelmann tippte auf "Filmberichte", die richtige Antwort lautete aber "Sprecher im Bild". Dass es Filmberichte nicht sein konnten, sei schon deshalb klar, sieht der Professor nachträglich ein, weil es damals ja längst die "Wochenschauen" gab. "Aber ich war nicht auf dieser Denkschiene, sondern hatte geglaubt, es müsse etwas Technisches sein", erklärt er seinen Fehler.

Ob die Familie wirklich einen neuen Kühlschrank kauft, wie bei Jauch angegeben, ist noch ungewiss. Die Hauptanschaffung werde wohl ein Auto sein, wenn das alte demnächst seinen Geist aufgibt, sagt Rütger Conzelmann. (här)

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