Rudi Brunnenmeier - auch Ex-Nullachter

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- Rudi Brunnenmeier ist, wie gestern im allgemeinen Sportteil berichtet, tot - er starb 62-jährig an einem Krebsleiden. Die traurige Nachricht weckt auch in Tuttlingen Erinnerungen, denn der einstige Bundesliga-Torjäger des TSV 1860 München spielte auf seine alten Fußballer-Tage auch noch eine Saison lang (1977/78) in der Schwarzwald-Bodensee-Liga für den FC 08 Tuttlingen. Er kam seinerzeit vom FC Balzers (Liechtenstein) an die Donau, nachdem er sich mit dem damaligen zweiten Vorsitzenden des FC 08, Herbert Buhr, in dessen Landhaus am Bodensee vollends handelseinig geworden war. Brunnenmeiers Engagement führte dann allerdings doch nicht zum erhofften großen Erfolg für den FC 08 und dessen Trainer Jörg Goldmann. Die Mannschaft verpasste letztlich um Längen die angestrebte Qualifikation für die neue Oberliga und fiel danach auseinander. In der Verbandsliga Württemberg folgte eine katastrophale Runde mit 5:71 Punkten aus 38 Spielen; die Tuttlinger gingen daraufhin freiwillig in die Bezirksliga Schwarzwald zurück. Brunnenmeier hatte sein Tuttlinger Intermezzo derweil auch persönliches Ungemach beschert: "Rudi verspielte den Aufstieg an der Theke", titelte im Mai 1978 die Bild-Zeitung in dicken Lettern, illustriert von einem Foto, das den "Brunnensepp" mit einem Bierglas in der Hand zeigte. Diese Darstellung, die keinesfalls den wahren Kern der damaligen 08-Misere traf, führte einen Monat später zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Brunnenmeier und dem Boulevard-Blatt in München. Sie endete schließlich mit einem Vergleich. roha

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