DDR-Pockenimpfung nicht mehr voll wirksam

Lesedauer: 2 Min

Die Pockenimpfungen aus der DDR-Zeit sind nach Angaben des Arbeitskreises Impfen nicht mehr voll wirksam. Zwar hätten die geimpften Menschen auch Jahre später noch einen gewissen Impfschutz. Ob dieser Restschutz eine Pockeninfektion selbst verhindern könne, sei aber unklar, teilte der Arbeitskreis in Magdeburg mit.

Er könne aber durchaus zu einem milderen Krankheitsverlauf führen. Hintergrund ist eine mögliche Bedrohung durch Terrorangriffe mit Pockenviren. Zum Schutz davor wollen Bund und Länder für alle rund 80 Millionen Bürger Impfreserven anlegen. Bis April soll es einen Vorrat von 70 Millionen Impfdosen und bis Jahresende von 100 Millionen Impfdosen geben.

Die Weltgesundheitsorganisation hatte die Pocken 1980 weltweit als ausgerottet erklärt. Der letzte Fall war nach Angaben des Arbeitskreises Impfen 1977 in Somalia aufgetreten. Nach Angaben des Thüringischen Gesundheitsministeriums ist 1976 in der alten Bundesrepublik letztmals gegen Pocken geimpft worden, 1980 in der DDR. Ausnahmen hätte es bis 1982 in der DDR bei Armeeangehörigen und bei Melkern gegeben.

Kommentare werden geladen