Ehre für den UJAG-Gründer

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Heute vor genau 90 Jahren, am 5. Dezember 1912, wurde der damalige Regierungspräsident des Jagstkreises, Albert von Häberlen, Ehrenbürger der Stadt Ellwangen. Damit wurde seine wohl größte Leistung für die Region gewürdigt: die Gründung des Überlandwerkes Jagstkreis, der UJAG, heute ODR.

Ausdrücklich ist dies in der vom damaligen Ellwanger Kunst- und Zeichenlehrer Eduard Wengert kunstvoll gestalteten Verleihungsurkunde für die Ehrenbürgerschaft festgehalten: "...sowie in dankbarer Anerkennung seiner großen Verdienste um die Gründung des Überlandwerkes Jagstkreis", steht dort zu lesen.

Albert von Häberlen, Großvater mütterlicherseits des Ellwanger Rechtsanwalts Dr. Kurt Mayer, wurde in jener Zeit vor allem von den Bauern auf dem Land immer stärker mit einer Frage bedrängt: Wann kommt der Strom? In den großen Städten gab es bereits Elektrizität, für die Provinz schien die Stromversorgung zunächst noch aussichtslos.

Häberlen gelang es schließlich, eine Tochterfirma des Berliner Bergmann-Elektrizitätskonzerns dazu zu bewegen, im östliche Jagstkreis eine flächendeckende Stromversorgung aufzubauen. Das ab 29. November 1912 arbeitende Bergmann-Überlandwerk in Ellwangen wurde ein Jahr später an die Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Anlagen in Mannheim veräußert, die sich später Rheinelektra nannte. Für den Betrieb in Ellwangen wurde eine eigene Tochtergesellschaft gegründet: die Überlandwerke Jagstkreis AG, UJAG.

Vor einigen Jahren benannte die Stadt Ellwangen auch eine Straße nach von Häberlen, jene, die entlang der Bahnlinie am Feuerwehrhaus Richtung ODR führt.

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