Schadstoffe in Schaumstoff-Matratzen gefunden

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Deutsche Presse-Agentur

Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat in einer Untersuchung von 17 Schaumstoff-Matratzen herausgefunden, dass diese häufig mit Schadstoffen belastet sind. Von den getesteten Schlafunterlagen sei fast die Hälfte derart belastet, dass diese Produkte mit den Noten „mangelhaft“ oder „unzureichend“ bewertet wurden. Die gefundenen Stoffe könnten zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit führen.

Lediglich vier Matratzen bekamen ein „gut“. In zehn der untersuchten Matratzen konnten die Tester unter anderem so genannte Phthalate ausmachen. Diese Weichmacher stehen den Angaben zufolge im Verdacht, Nieren, Leber und Fortpflanzungsorgane zu schädigen. Ebenfalls nachgewiesen worden sei das giftige Spurenelement Antimon. Auch zinnorganische Verbindungen wie Dibutylzinn (DBT) und Tributylzinn (TBT) konnten nachgewiesen werden. Diese Stoffe haben vermutlich schon in geringer Menge Auswirkungen auf das Immun- und Hormonsystem, so „Öko-Test“ weiter.

Sicher ausschließen können Verbraucher eine entsprechende Schadstoffbelastung beim Kauf von Matratzen nicht, so „Öko-Test“: Die teilweise verwendeten Gütesiegel der Hersteller geben darüber kaum eine ausreichende Auskunft. Zwei Hersteller kündigten dem Magazin zufolge an, die Belastung ihrer Produkte künftig senken zu wollen.

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