Musik macht's möglich: An einem Sonntagabend um die Welt

Lesedauer: 3 Min

"Wirklich schön": Mit diesen beiden Worten hat es eine Zuhörerin beim Nachhauseweg auf den Punkt gebracht. Zuvor hatten die Musikfreunde und das Percussion-Ensemble der Musikschule Markdorf einer gut besetzten Stadthalle einen bunten und unterhaltsamen Sonntagabend geboten.

Ein abwechslungsreiches Programm unter dem Motto "Klingender Globus" erwartete die Zuhörer in der Stadthalle: Der mit rund 50 Sängerinnen und Sängern der Markdorfer Musikfreunde bestückte Chor und das Percussion-Ensemble der Musikschule boten heitere und unterhaltsame Lieder und Stücke aus aller Welt. Chor- und Musikschulleiter Uli Vollmer und Percussion-Experte Johannes Beer führten launig durch den Abend.

Mit "Wir lieben sehr im Herzen" legte der Chor einen gelungenen Start hin. Was die jungen Musiker des Percussion-Ensembles so alles drauf haben, zeigte sich gleich bei zwei "Traditionals" aus Afrika und Amerika: Mit "Balakulania" und "Rock'n'Roll" bewiesen sie präzises Zusammenspiel und sauberste Rhythmik. Und so ging es weiter: Chor und Ensemble wechselten sich ab, verbanden sich aber auch zu einem einheitlichen Klangkörper, der einen feinen Musikteppich vor dem Publikum ausbreitete.

Chormitglieder übersetzten die ausländischen Liedtexte ins Deutsche. Hervorzuheben unter den 21 Stücken: der vom Chor vorgetragene Beatles-Hit "Yesterday" und das furios und gekonnt auf dem Marimbaphon gespielte Stück "Zirkus Renz". Hier "zankten" sich die zwei Solisten um ihren Auftritt. "Sie konnten sich nicht einigen, wer das Solo spielt", verriet Johannes Beer den Zuhörern, die die Superleistung der Musiker mit Bravorufen und großem Beifall belohnten.

Nach der Pause ging es munter weiter mit dem türkischen, an den "Bolero" von Ravel erinnernden Stück "Dello Bar". Zwei schwierig zu singende Melodien aus Tschechien und Ungarn meisterte der Chor mit Bravour. Gekonnt trugen Ensemble und Chor das Freiheitslied "Guantanamera" vor, etliche Zuhörer sangen mit. Schwung in den Saal brachten Melodien aus Südamerika, Kuba und Mexiko, das bekannte "La Chucaracha" kam gleich dreimal dran: einmal im Dreivierteltakt, dann als fulminantes Abschlussstück im Viervierteltakt. Weil es dem Publikum so gut gefiel, wurde es als Zugabe wiederholt. "Ich bin platt, was Sie zustande bringen", lobte Uli Vollmer das gesamte Ensemble. Und bat um finanzielle Unterstützung zur Anschaffung weiterer Instrumente: Ein Marimbaphon etwa kostet stolze 8000 Euro.

Kommentare werden geladen