Der Weg zur über 250 Jahre alten Saubuche

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Unser heutiger, einstündiger Spaziertipp stellt einige Sehenswürdigkeiten Bubsheims vor.

Startpunkt ist die Pfarrkirche St. Jabobus, die im neuromanisch-neugotischen Stil errichtet wurde und 1902 eingeweiht worden ist. Von dort geht es weiter die Hauptstraße entlang, vor- bei am Gasthaus "Traube". Schon nach wenigen Metern kommt man am Gemeindehaus vorbei, das rechts von der Straße liegt. Der von 1991 bis 1993 umgebaute ehemalige Farrenstall wird heute von der Freiwilligen Feuerwehr und der DRK-Ortsgruppe genutzt.

Von dort aus sieht man schon das links von der Hauptstraße stehende Alte Pfarrhaus und die Alte Kir- che. Der Kirchturm aus gotischer Zeit ist erhalten, das Kirchenschiff wurde, da baufällig, 1971 abgerissen. Urkundlich wird die Kirche 1434 erstmals erwähnt. Es gibt sogar Vermutungen, der Turm stehe auf den Fundamenten eines römischen Wachturms.

Von der Alten Kirche geht es geradeaus weiter die Brunnenstraße hinunter. Nach etwa 200 Metern ist man am Waldrand angelangt, wo die Lourdesgrotte liegt. Umgeben von über 100 Jahre alten Eschen und Ahornbäumen ist die Grotte ein schattiges und gemütliches Plätzchen. Errichtet wurde sie 1911 und 1912 im sogenannten Steig, früher auch Veitenhäldele genannt. Dort entspringt auch ein Kalkbrunnen, die einzige das ganze Jahr über fließende Quelle auf der Hochfläche. Im 19. Jahrhundert diente der Platz als Gemeindeweiher und auch ein Waschhaus war dort zu finden.

Weiter geht der Spaziergang auf dem Kiesweg, wo man schon nach einigen Metern durch die Baumwipfel bis nach Egesheim blicken kann. Folgt man dem Weg weiter, kommt man bei der "Langen Wiese" vorbei. Es geht anschließend leicht bergab und einem leichten Anstieg folgt nach etwa zehn Minuten eine Linkskurve. Es geht etwas bergab, ehe eine Rechtskurve folgt. Nach etwa 100 Metern gelangt man an eine Weggabelung. Links führt der Weg weiter zur Ruine Granegg, rechts folgt ein Anstieg von etwa 50 Metern und man gelangt auf einen befestigten Weg. Erneut rechts geht's zurück nach Bubsheim.

Dort erblickt man nach kurzer Zeit die "Saubuche", die unter Naturschutz steht. Imposant steht die Saubuche links der Straße. Ihr Stamm hat einen Umfang von etwa sechs Metern und teilt sich in fünf weitere Stämme. Ihr Alter wird auf 250 bis 300 Jahre geschätzt. Am 19.7.1943 soll hier folgendes passiert sein: Hieronymus Moser wurde beim Grünfutterholen von einem schweren Unwetter überrascht. Unter der Saubuche Schutz suchend erlitt er einen Herzschlag und starb.

Folgt man weiter der Straße gelangt man wieder zurück nach Bubsheim und erblickt schon in Kürze den Kirchturm der neuen Kirche.

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