Matthias Karger holt sich Bronzemedaille

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Friedrichshafen hat nicht nur gute Indoor-Volleyballer. Der Beachvolleyballer Matthias Karger aus Ailingen holte sich am vergangenen Wochenende mit seinem Partner Maarten Lammens die Bronzemedaille bei der U21-Weltmeisterschaft auf Sizilien.

"Unser Ziel war auf jeden Fall eine Treppchen-Platzierung", erzählt Matthias Karger. Die beiden Beacher wussten also, was sie wollten und hatten sich gut auf Catania vorbereitet. Ein klimatisiertes Hotel in Beach-Nähe garantierte die entsprechende Erholung zwischen den Matches. Der dritte Platz hinter den Zweier-Teams aus Spanien und Brasilien ist für die U19-Europameister von 2000 ein toller Erfolg. Dass die Bronzemedaille dennoch einen kleinen Beigeschmack hat, liegt daran, "dass wir im Halbfinale gegen Brasilien dumm verloren haben". Nach einer 19:14-Führung im ersten Satz, gaben Karger/Lammens den Spielabschnitt noch mit 20:22 ab. Der zweite Satz ging mit 21:17 an die Südamerikaner. In den Spielen zuvor hatte "Germany 1" souverän agiert und alle Gruppenspiele sowie das Achtelfinal- und Viertelfinalspiel gewonnen. Durch das hart umkämpfte 2:1 (17:21, 21:19, 15:11) über Griechenland sprang zum Schluss die Bronzemedaille heraus.

Ein Häfler hat es in Catania doch bis ins Endspiel der U21-Weltmeisterschaft gebracht: Harald Boes von der TSG Ailingen, der als Schiedsrichter für das Turnier berufen war.

Matthias Karger startete seine Volley-ball-Karriere bei der TSG Ailingen und hat anschließend beim VfB Friedrichshafen und in Bad Saulgau gespielt. Als in Ailingen das Beachfeld angelegt wurde, infizierte sich Karger mit dem Beachvolleyball-Virus. Erst 1998 das erste Turnier gespielt, schafften es er und Philipp Hecht ein Jahr später den sechsten Platz bei der Deutschen B-Jugendmeisterschaft. Inzwischen mischt er mit dem Maarten Lammens, einem gebürtigen Holländer mit deutscher Staatsangehörigkeit, die Szene im Männerbereich auf. Karger blickt einige Monate zurück: "Wir wollten in dieser Saison unter die Top Ten in Deutschland kommen." Das hat geklappt: Vom 20. Platz haben sich die beiden auf Rang sieben nach oben gewühlt, und als nächstes liebäugeln die besten mit einem Platz unter den besten fünf. Nach Ailingen kommt der Blondschopf nur noch hin und wieder, seit er in Köln wohnt. Dort gibt es Beachhallen und leistungsstarke Trainingspartner, mit denen sich das aufstrebende Beach-Duo messen kann.

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