Nave erhält Sobek-Preis für Multiple-Sklerose-Forschung

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Stuttgart (dpa) - Der Neurobiologe Klaus-Armin Nave hat für seine Forschungen zur Multiplen Sklerose am Freitag in Stuttgart den Sobek- Preis erhalten. Die mit 100 000 Euro (195 580 Mark) dotierte Auszeichnung ist zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft verliehen worden.

Die im baden-württembergischen Renningen ansässige Sobek-Stiftung sieht in der Arbeit des Göttinger Max-Planck-Wissenschaftlers einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der genetischen Krankheit.

Der Preisträger betreibt Grundlagenforschung im Schnittfeld zwischen Medizin und Neurobiologie. „Wir beobachten die Entwicklung des zentralen Nervensystem und ziehen daraus Rückschlüsse für die Entstehung genetischer Erkrankungen“, erläutert er. Sein Spezialgebiet ist die Myelin-Forschung. Myelin heißt die Isolierschicht, die Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark umgibt. Bei Multiple-Sklerose-Patienten wird diese Schicht durch Immunzellen angegriffen, so dass die Nervenleitungen beschädigt werden.

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