Oettinger macht neue Hoffnungen

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"Wenn diese Hochschule ein Erfolg wird, und die 117 Studenten zum Start sind schon ein Erfolg, dann wird das nicht das Ende der Fahnenstange sein", sagte Oettinger unter Beifall. Dann seien noch weitere Studienplätze und weitere Studiengänge denkbar. Der Ministerpräsident versicherte ausdrücklich, dieser mögliche Ausbau würde nicht zum Nachteil der Hochschule in der Umgebung wie Furtwangen, Villingen-Schwenningen, Albstadt-Sigmaringen oder Konstanz sein. Als "kleine Welthauptstadt der Medizintechnik" sei Tuttlingen auf guten Ingenieur-Nachwuchs angewiesen. Die Hochschule biete dafür beste Voraussetzungen. Besonders dankte Oettinger der Wirtschaft, die sich finanziell in ungewöhnliche Weise engagiere.

Prof. Rolf Schofer, Rektor von Furtwangen und Tuttlingen nahem den Ball gleich auf und erklärte: "Sie können sicher sein, dass wir weiter wachsen und Sie können auch sicher sein, dass wir dieses Versprechen einlösen werden." Diese Hochschule habe eine "glanzvolle Zukunft". Schofer betonte, mit dieser Einweihung gehe "ein beispielhafter Prozess zu Ende, in dem "Unglaubliches geleistet worden sei. Ab sofort aber gelte es, sich für die Herausforderungen der Zukunft zu wappnen.

Eingangs hatte Oberbürgermeister Michael Beck erklärt, es sei ein Glücksfall, dass man die vielleicht einmaligen Rahmenbedingungen genutzt und beherzt zugegriffen habe. Es sei fraglich, ob man das angesichts der heutigen Wirtschaftskrise auch gewagt hätte. Landrat Guido Wolf erinnerte an die schwierige Anfangszeit, als das Projekt mehr Gegner als Befürworter gehabt habe, Trotzdem sei ein "großes Gemeinschaftswerk" mit einem Modell-Charakter entstanden.

Prof. Günter Pritschow, der Gründungsbeauftrage und frühere, renommierte Rektor der Uni Stuttgart, sagte, am meisten habe ihm die Kreativität gefallen. Es sei beeindruckend, dass sich die Industrie bereit erklärt habe, den Studenten ihre Labore und Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Hans-Henning Winkler, der frühere Chiron-Chef, verwies auf die Anfangsprobleme mit der Hochschule Furtwangen, betonte aber: Jetzt haben wir eine Zusammenarbeit, die nicht besser sein könnte."

Prof. Peter Anders, der Studiendekan, verwies auf die glücklichen Umstände und die enormen Kraftanstrengungen: "Vieles ist im richtigen Moment zusammen gekommen."

Von unserem Redakteur A. Lothar Häring

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