"Car2go" rollt jetzt auch nach Neu-Ulm

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"Car2go" gibt"s ab 1. September auch in Neu-Ulm. Dies bestätigte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg. Die Ausweitung des Geschäftsgebiets des Carsharing-Angebots bestätigte auch Daimler, der ausführende Konzern dahinter.

"Das ist eine sinnvolle Entscheidung", kommentierte Noerenberg. Ulm und Neu-Ulm sei schließlich eine Doppelstadt mit zahlreichen Verflechtungen. Es sei nie zu begreifen gewesen, warum Neu-Ulm zu Beginn des Projekts außen vor gelassen wurde.

"Car2go" - das Auto zum Mitnehmen - wird künftig in den meisten Stadtteilen Neu-Ulms abgestellt werden können, ohne dass die Gebührenuhr weiter läuft. Geplant sind Stadtmitte, Villenviertel, Offenhausen, Wiley, Schwaighofen, Industriegebiet Ludwigsfeld und Pfuhl. Bislang war das Geschäftsgebiet auf Ulm beschränkt. Eine Ausnahme bildete nur das Areal rund um das Neu-Ulmer EvoBus-Werk. Je zwei spezielle Parkplätze werden an der Hochschule, dem Dietrich-Kino, Rathaus, Hallenbad und Mövenpick-Hotel eingerichtet.

"Die Ausweitung ist nur folgerichtig", so Daimler-Mann Andreas Leo. "Car2go" sei immer noch ein Pilotprojekt, weswegen sich Daimler vor fünf Monaten, als das Angebot der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, entschlossen habe, das Startgebiet möglichst kleinräumig zu gestalten. Wie bei einem Pilotprojekt üblich, habe Daimler die Erfahrungen der vergangenen Monate genutzt, um weiter an der Systemstabilität zu arbeiten.

"Kinderkrankheiten" wie Probleme mit der Ortung und Datenübertragung seien beseitigt worden. Nach wie vor stehen den Nutzern von "Car2go" 200 Smarts zur Verfügung. Ob durch die Ausweitung zusätzliche Autos angeschafft werden müssen, ist unklar. Leo: "Wir müssen erst mal feststellen, was Anfangseuphorie ist und was tatsächlicher Grundbedarf." Seit der Vorstellung des Carsharing-Pilotprojekts in Ulm vergangenen Oktober haben sich mehr als 10 000 Autofahrer für das Angebot registrieren lassen.

19 Cent pro Minute kostet's

Das Prinzip von "Car2go" ist einfach: Wann immer ein Auto benötigt wird, kann es rund um die Uhr spontan auf der Straße gemietet sowie mit dem Handy oder über das Internet gebucht werden. 19 Cent pro Minute kostet es. Steuern, Versicherung, zurückgelegte Kilometer und Kraftstoff sind darin enthalten. In den Führerschein wird ein Chip eingeklebt, der als Eintrittskarte dient. Im Auto muss eine Pin-Nummer eingegeben werden, die man bei der Anmeldung erhält. Die Autos sind Vollkasko versichert bei einer Selbstbeteiligung von maximal 500 Euro.

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