Sabine Kratt meistert die extreme Herausforderung

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281 Kilometer und 7032 Höhenmeter galt es an einem Tag zu bewältigen. Mit einer absolut neuen Rekordzeit bei den Damen mit 11:22 Stunden fuhr Sabine Kratt über die Ziellinie. Die zweite Frau kam erst 1:10 Stunden später ins Ziel.

Start war in Meiringen in der Schweiz. 5 Alpenpässe waren zu bezwingen. von Meiringen ( 590 m) ging es zuerst auf den Grimselpass (2164 Meter), dann folgten der Nuffenenpaß (2476 m) und eine lange Abfahrt nach Biasca bis auf 290 Meter. Danach stand ein langer Anstieg von 40 Kilometern auf den Lukmanierpass (1965 m) an. Der vierte Pass war der Oberalppass (2045 m). Zuletzt galt es noch den Sustenpaß auf 2224 Meter Höhe zu bezwingen. Die lange Abfahrt nach Meiringen mit einem kurzen Gegenanstieg und einem tollen Zieleinlauf entschädigte für die ganzen Strapazen.

Sabine Kratt startete zum ersten Mal bei diesem Event. Eigentlich war ihr Ziel, einfach durchhalten und heil in Meiringen ankommen. Dass dann so eine tolle Zeit herauskommen würde, hatte sie nicht erwartet. Im Feld der 350 Starter erreichte Sabine Kratt bei den Männern den hervorragenden 19. Platz.

Als sie im Ziel unter viel Beifall befragt wurde, wie es ihr auf der Strecke ergangen war, antwortete sie, dass es ihr wirklich gut lief: "Kein Einbruch, kein Hungerast, keine Motivationsprobleme. Alles hat gepasst, auch das Wetter war genau richtig für diese Rennveranstaltung. Auf mehreren Pässen herrschte leichter Nieselregen und Nebel bei den Abfahrten, aber die Temperaturen waren sehr angenehm, von 10 bis 20 Grad."

Aber Sabine Kratt war sich bewusst, dass dies das extremste Rennen war, das sie jemals gefahren ist. Von 15 gemeldeten Frauen erreichten nur zwei das Ziel erreicht. Die anderen wurden aufgrund des nicht erreichten Zeitlimits auf die "mittlere" Runde geschickt. So erging es auch über 150 Männern.

Der schnellste Mann kam 50 Minuten vor Sabine Kratt ins Ziel. Fazit der Trossingerin: Die vielen langen Trainingsfahrten über 200 Kilometer und viele Tausende von Höhenmeter haben sich gelohnt. Schade sei nur gewesen, dass die Sicht auf die tolle Alpenlandschaft durch den Nebel getrübt wurde.

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