Rat steht geschlossen hinter dem Freizeitpark

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Nachdem der Rat sich am Mittwochabend in der Festhalle einstimmig für den Bürgerentscheid ausgesprochen hatte, lobte er seinen OB in den höchsten Tönen. Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle spielte wiederum den Ball zurück: "Für mich ist dieses Projekt eine unglaubliche Entwicklungschance. Durch Ihre Entscheidung haben die Bürger nun die Möglichkeit, zu wählen. Ich hoffe, dass alle langfristig denken, dann werden wir beim Entscheid ein gutes Ergebnis haben", sagte Henle.

Die Sprecher aller Fraktionen sehen dem Ferienpark mit sehr positiver Stimmung entgegen. Laut CDU-Fraktionsvorsitzenden Joachim Krimmer können die Bürger auf Arbeitsplätze hoffen. Arbeitsplätze, die laut Gottfried Härle (Leutkircher Liste) breit gefächert sind, Arbeitsplätze, die im Bereich des Leutkircher Stiefkinds, dem Tourismus (Eugen Steinhauser, CDU), entstehen können. "Ich hoffe, Leutkirch erwacht durch Center Parcs diesbezüglich aus seinem Dornröschenschlaf", sagte Steinhauser. Für Jörg Kuon (Unabhängige offene Liste) ist es wichtig, die Stadt selbst attraktiver zu gestalten.

Freilich gab es auch etliche offene Fragen. "Was geschieht mit dem Militärzaun?", wollte Wolfgang Wild (CDU) wissen. "Er wird durch einen anderen Zaun ersetzt, zudem gibt es einen eigenen Security-Dienst", antwortete Center-Parcs-Manager Jan Janssen. Es gab Fragen und Anregungen zum Thema Wasser, Radwegenetz, den Wunsch nach Transparenz. "Wir sind erst am Anfang", so Henle. Man werde sämtliche Auswirkungen, die der Park mit sich bringe, genau unter die Lupe nehmen.

Was aber passiert, sollten sich die Leutkircher am 27. September gegen den Park aussprechen? "Dann hat der alte Bürgerentscheid Bestand", so Henle. Klenk wolle dann an seiner Absicht festhalten, eine Großsägerei zu bauen. "Allerdings würde dies zeitnah nicht umsetzbar sein", fügte der OB an. Aber daran möchte am Mittwoch so recht niemand daran denken. Auch nicht Janssen: "Wir hoffen, dass wir spätestens im September 2010 Baubeginn haben." Mit seinem ja zum Bürgerentscheid stellte der Rat die Weichen dazu, dass nach Absprache mit dem Regierungspräsidium Tübingen aus dem Industriegebiet Urlauer Tann ein Sondergebiet wird.

Im Anschluss an die Abstimmung zum Bürgerentscheid wurde der Gemeindewahlausschuss gebildet. In ihm sind neben Oberbürgermeister Henle als Vorsitzendem von jeder Fraktion ein Beisitzer und ein Stellvertreter. Es sind: Manfred Trieloff (Beisitzer) und Bernd Schosser (Stellvertreter) von der Unabhängigen offene Liste, Wolfgang Wild und Alois Peter (CDU), Franz Krug und Walter Braun (Freie Wähler), Karl Kalmbach und Burkhard Zorn (Leutkircher Liste), Jochen Narr und Klaus Knippschild (SPD) sowie Bruno Pöllmann und Elke Rehwald (Abel).

Von unserem Redakteur Thomas Ringhofer

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