Crimmitschau erhält keine Lizenz - In Freiburg geht's weiter

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In der zweiten Eishockey-Bundesliga wird in der kommenden Saison wahrscheinlich wieder nur mit 13 Mannschaften gespielt. Den Eispiraten aus Crimmitschau wurde von der ESBG die Lizenz verweigert.

Es sieht ganz so aus, als würde die zweite Bundesliga am 11. September wieder mit nur 13 Klubs an den Start gehen. Während es in Freiburg mit Profi-Eishockey weiter geht, ist dieses in Crimmitschau stark gefährdet. Die ESBG hat den Eispiraten die Lizenz für die kommende Saison verweigert. Begründung: Die Wirtschaftlichkeit bei dem westsächsischen Klub sei nicht gegeben, das Eigenkapital negativ. Die Eispiraten hatten zuletzt Saison für Saison mit sechsstelligen Minusbeträgen abgeschlossen.

Die Crimmitschauer, sehen ihren Klub hingegen als nicht überschuldet an und werden das DEB-Spielgericht anrufen. Eispiraten-Geschäftsführer Rene Rudorisch: "Sollte unser Unrecht nicht klar bewiesen sein, werden wir alle Möglichkeiten, notfalls auch zivilrechtlich, ausschöpfen." Die Vertragsverhandlungen mit Spielern haben die Westsachsen erst einmal ausgesetzt. Eispiraten-Trainer Wayne Hynes aus Dauchingen hat bislang 14 Mann in seinem Kader.

SERC-Manager Stefan Wagner dazu, dass die Liga wohl erneut mit einer ungeraden Zahl an Mannschaften spielt: "13 ist eine ungünstige Zahl, 14 Klubs wären uns viel lieber, zumal Crimmitschau für mich auch immer ein besonderer Farbtupfer in der Liga war."

Immerhin, die Wild Wings sind froh, dass entgegen erster Befürchtungen Derby-Rivale Freiburg der Liga erhalten bleibt.

Die Freiburger Wölfe werden definitiv an der kommenden Zweitligarunde teilnehmen. Der Fortbestand des Freiburger Profi-Eishockeys war wegen nötiger Sanierungsarbeiten der maroden Franz-Siegel-Halle gefährdet gewesen. Stadt und Klub sind jetzt aber zu einem Kompromiss gekommen. Sollten die Arbeiten an der Freiburger Eishalle nicht bis zum 27. September beendet sein, übernimmt die weiteren Kosten, die den Wölfen etwa dadurch, dass Heimspiele in anderen Stadien ausgetragen werden müssten, die Stadt. Die bis zum 27. September entstehenden Zusatzkosten - die Mannschaft wird aller Voraussicht nach bis dahin im französischen Colmar trainieren, in den ersten zwei Wochen der Punkterunde werden die Wölfe nur Auswärtsspiele haben - werden durch einen gemeinsamen Kraftakt gestemmt.

Schon 23 Spieler im Kader

Die Bürgerinitiative "Pro Eissport Freiburg" hat 20 000 Euro auf einem Sammelkonto zusammengebracht. Aber auch Spieler und Trainer würden durch ein Entgegenkommen beim Gehalt zu einer Verbesserung der Situation beitragen, heißt es von Seiten der Wölfe GmbH, die sich finanziell ebenfalls beteiligt. Bei der Kaderplanung kommt man im Breisgau übrigens gut voran, die Mannschaft steht schon weitgehend, zuletzt wurde mit dem 23-jährigen Kanadier Paul Mc Ilvenn ein weiterer Kontingentstürmer verpflichtet, 23 Mann stehen bereits im Kader von Trainer Peter Salmik.

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