Kreissparkassenstiftung würdigt Heimatforscher

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Mit einem Preis für heimatgeschichtliche Forschung 2007/2008 wurde Hubert Häfele für sein Buch "Das älteste Urbar der Abtei des Gotzhuses zu Ellwangen von 1337" ausgezeichnet. Jurymitglied Stadtarchivar Prof. Dr. Immo Eberl stellte den Preisträger und sein Werk vor. Als Mitglied im Geschichts- und Altertumsverein Ellwangen hatte er zahlreiche Beiträge im Ellwanger Jahrbuch veröffentlicht.

Der mit 1500 Euro dotierte Preis ging an Hans-Wolfgang Bächle aus Schwäbisch Gmünd. In seiner Laudatio ging Kreisarchivar Dr. Bernhard Hildebrand als Jurymitglied auf die Vita und auf die zahlreichen Veröffentlichungen von Bächle ein. Seinem Hauptwerk "Kultur und Geschichte im Gmünder Raum" von 1982 folgten zahlreiche Bücher, die sich mit dem Eisenerzbergbau auf der Schwäbischen Alb auseinandersetzten. In jüngster Zeit beschäftigte er sich vor allem mit dem Adel im Gmünder Raum. Seine Staufer-Trilogie verfolgt den Aufstieg dieser Dynastie, Burgen und Städte in Schwaben und Franken, Kaiser Friedrich II und das Fortleben der Dynastie bis in die heutige Zeit.

Für ihr Gemeinschaftswerk "Essingen - Geschichte einer Gemeinde zwischen Albuch, Rems und Welland" wurden Bürgermeister Wolfgang Hofer und sieben weitere Verfasser ebenfalls ausgezeichnet. Archivoberrat Dr. Jürgen Herrmann, ebenfalls Jurymitglied, zeigte die Themenvielfalt der Beiträge auf. Essingen und Lauterburg in der Vor- und Frühgeschichte, Geschichte des Dorfes in der frühen Neuzeit, Wachstum und Wandel ab 1960, Landwirtschaft und Jagd einst und jetzt, Religion, Glaube und Kirchen in Essingen und die Flurnamen der Gemeinde sind in dieser Ortschronik anschaulich mit Bildern, Urkunden und Zeichnungen dargestellt.

Von Stadtarchivar Dr. Roland Schurig, dem vierten Jurymitglied, wurde Dr. Hans-Helmut Dieterich mit seinem Buch "... wie erschröcklich gehet es in Gemündt zu" vorgestellt. Beginnend mit dem Neuaufbau nach 1648 über die Weltgeistlichkeit und die Themen Reichsstadt und ihre Untergebenen, ihre Bürgerund das Ende der Reichsstadtzeit ist ihm ein lesenswertes Buch gelungen, das sich auch noch mit verschiedenen Familien in Schwäbisch Gmünd beschäftigt.

Alle Geehrten erhielten aus der Hand von Landrat Klaus Pavel und dem Sparkassendirektor Johannes Werner die Preisskulptur ausgehändigt. Die Preise waren mit jeweils 1500 Euro dotiert.

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