Ungültig: Bei der Briefwahl passieren viele Fehler

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EHINGEN - In anderthalb Wochen ist es soweit - der erste Wahlsonntag im Superwahljahr steht an. Wer am 7. Juni nicht vor Ort im Wahllokal wählen kann, sollte sich bereits jetzt für die Briefwahl anmelden. Unterlagen zuschicken lassen, ausfüllen und weg damit - so einfach ist es aber nicht.

Den Postweg zum Wählen nutzen kann jeder, der am Wahlsonntag aus bestimmten Gründen nicht ins Wahllokal kommen kann: Krankheit, körperliche Behinderung, "im Urlaub, auf Montage oder im zweiten Wohnsitz, wir können die Wahlunterlagen fast überall hinschicken", sagt Uwe Lau, Mitarbeiter im Hauptamt und zuständig für die Wahlen im Raum Ehingen.

Die Wahlbenachrichtigungen sind bereits verschickt und spielen auch bei der Briefwahl eine wichtige Rolle. "Auf der Rückseite befindet sich der Briefwahlantrag und auch eine Vollmacht, mit der man jemanden ernennen kann, der die Unterlagen für den Wähler vom Bürgerbüro holt", sagt Lau. Neben dem Post- oder Botenweg kann der Antrag für die Briefwahl auch im Internet ausgefüllt werden. "Auf der Internetseite der Stadt Ehingen gibt es direkt rechts oben einen Verweis auf den Online-Antrag", so Lau. Auch hier dient die Wahlbenachrichtigung und die darin enthaltenen Informationen als Erkennungsmerkmal.

Wenn der Wähler die Briefwahlunterlagen persönlich holen möchte, kann er das im Bürgerbüro im Zimmer 16 tun: "Dort können die Stimmzettel auch gleich ausgefüllt und in die Wahlurne geworfen werden", so Lau. Das ist besonders für Wähler interessant, die kurz vor dem 7. Juni in den Urlaub gehen. Wer von zuhause aus wählen will, kann die ausgefüllten Wahlunterlagen dann einfach in den Briefkasten im Rathaus einwerfen oder kostenlos mit der Post verschicken. Wichtig ist hierbei, so Lau, "dass alle Stimmzettel in den passenden Umschlägen sind, und diese in dem dafür vorgesehenen Wahlbriefumschlag verschickt werden".

Bis zum Verschicken kann es - auch wenn jedem Stimmzettel ein Merkblatt angehängt ist - häufig zu Fehlern beim Ausfüllen kommen: "Die häufigsten Fehler bei der Briefwahl sind, dass das Zukleben der Umschläge vergessen wird. Im Gegensatz zur Urnenwahl müssen die Umschläge verklebt werden, um das Wahlgeheimnis zu bewahren. Stimmzettel in unverschlossenen Umschlägen sind ungültig", sagt Lau.

Auch das Umschläge vertauscht werden, komme sehr häufig vor: "Die Umschläge und die dazugehörigen Stimmzettel haben die gleiche Farbe - zur besseren Erkennung." Grün für die Wahl des Kreistags, rosa für den Gemeinderat und beige für die Wahlen der Ortschaftsräte. Auch bei diesem Fehler verliert der Stimmzettel seine Gültigkeit.

Neben dem Umgang mit den Stimmzetteln bringt auch das richtige Ausfüllen Probleme mit sich. Insgesamt hat der Wähler genauso viele Stimmen wie Vertreter in den jeweiligen Gemeinden gewählt werden: beispielsweise bei der Ehinger Gemeinderatswahl 32 Stimmen und bei der Kreistagswahl sieben. Es dürfen nicht mehr aber durchaus weniger Stimmen auf dem ganzen Stimmzettel vergeben werden, wobei ein Bewerber höchstens drei Stimmen erhalten darf.

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