Pappeln liefern den Grundstoff für die Biomassenutzung

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BINGEN - Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben das Forschungszentrum Karlsruhe, die forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und die Universität Freiburg ein Forschungsvorhaben auf Binger Gemarkung begonnen. Es geht dabei um die Nutzung von Biomasse.

Die Änderung des Klimas, langfristig steigende Energiepreise und vor allem die Frage, ob gute landwirtschaftliche Flächen zur Produktion von Biomasse oder besser zur Erzeugung von Lebensmitteln verwendet werden sollen, sind aktuelle Themen, die kontrovers diskutiert werden.

Das Projekt "ProBioPa" (nachhaltige Produktion von Biomasse mit Kurzumtriebsplantagen der Pappel auf Marginalstandorten) ist an der Lauchert in Bingen-Hornstein mit einer rund fünf Hektar großen Versuchsanlage erstmals als Pilotprojekt gestartet. Die Konzentration liegt hierbei auf der Erforschung der Biomasseproduktion auf Flächen mit schlechter Nährstoff- und Wasserversorgung. Das Gebiet an der Lauchert in Hornstein ist für diese Forschungsaufgaben prädestiniert, da dort die Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion sehr gering ist.

Mitte April wurde die Fläche mit Hilfe einer speziellen Pflanzmaschine zur Pflanzung von Pappel-Stecklingen bestellt, zum Schutz vor Wildverbiss wurde die Fläche eingezäunt. Die Projektlaufzeit beträgt fünf Jahre, Ziel ist es, die Bewirtschaftung eines "Energiewaldes" zu optimieren. Begleitend wird eine umfassende, integrative ökonomische und ökologische Bewertung für diese Form der Biomasseerzeugung vorgenommen.

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