Fürstin leidet auch am Sigmaringer Klima

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Die Hohenzollerische Volks-Zeitung informierte am 4. März 1909 über die verwandtschaftlichen Verhältnisse der am 1. März 1909 gestorbenen Fürstin Maria Theresia von Hohenzollern und ihre Todesursache:

"Maria Theresia war die einzige Tochter des schon 1886 verstorbenen Ludwig , Prinz von Bourbon-Sizilien, des Grafen von Trani, eines Bruders des 1894 gestorbenen Königs beider Sizilien, Franz II. Ihre Mutter MathildeÉ, Gräfin Trani, ist Herzogin in Bayern, eine Schwester des bekannten Arztes, des Herzogs Dr. med. Karl Theodor, der verstorbenen Kaiserin Elisabeth von Österreich und der beim Brande des Bazars in Paris ums Leben gekommenen Herzogin von Alençon. Das fürstliche Haus Hohenzollern wurde also auch durch diese Ehe mit den Häusern Habsburg und Wittelsbach nahe verwandt. Maria Theresia wurde am 15. Januar 1867 zu Enge-Zürich im "Venediggut" geboren, stand also erst im Alter von 42 Jahren. Aber schon seit Jahren krankte die Fürstin an einem Rückenmarkleiden, das allen Anstrengungen der Aerzte widerstand und dem die sorgsamste Pflege und jede Rücksicht auf klimatische Einflüsse keinen Einhalt, geschweige denn Heilung zu bringen vermochte. Den Sommer brachte die Kranke meist in Tölz zu, während sie in den Wintermonaten Cannes aufsuchte. Das Klima in Sigmaringen bekam ihr nicht so gut; zudem war die hohe Lage des fürstlichen Residenzschlosses ungünstig für ihre Bewegung. Der Fürst besuchte häufig in Tölz und in Cannes die kranke Gemahlin, wie auch ihre Kinder die Ferien stets benutzten, um an das Krankenlager der Mutter zu eilen". (ba)

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