SERC verpflichtet Konstantin Firsanov

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Kurz vor Ende der Wechselfrist hat der Eishockey-Zweitligist Schwenninger ERC mit Konstantin Firsanov noch einen Stürmer mit deutschem Pass verpflichtet. Der 27-Jährige kommt vom Tabellenletzten Eispiraten Crimmitschau.

Am kommenden Samstag endet die Wechselfrist im deutschen Eishockey, kurz zuvor konnten sich die Schwenninger noch die Dienste eines Stürmers sichern. Vom Ligakonkurrenten Crimmitschau wechselte Firsanov an den Neckarursprung. Der gebürtige Russe mit deutschem Pass trainierte bereits gestern Nachmittag bei den Wild Wings mit und wird am morgigen Freitag im Auswärtsspiel in Dresden zum Einsatz kommen.

Der Crimmitschauer Trainer Wayne Hynes gegenüber unserer Zeitung: "Es gab eine Anfrage der Schwenninger Wild Wings. Firsanov hatte bei uns für die kommende Saison keine Perspektive mehr und dadurch, dass wir jetzt Förderlizenzspieler aus Kassel bekommen haben, brauchen wir ihn auch jetzt nicht unbedingt. Wir wollten ihm keine Steine in den Weg legen, der Wechsel ist sicher gut für ihn." Die Eispiraten haben im übrigen mit Florian Vollmer aktuell noch einen Stürmer abgegeben, Vollmer wechselt zum SC Riessersee. Hynes betont aber, dass er mit Firsanov nicht unzufrieden war. "Er hat hart gearbeitet", so der Crimmitschauer Coach über den 1,85 Meter großen Angreifer.

Russische Eishockeyschule

Firsanov genoss die gute russische Eishockey-Ausbildungsschule in seinem Heimatort Jekaterinenburg. 2002 wechselte er im Alter von 20 Jahren nach Deutschland in die zweite Bundesliga zum SC Riessersee. "Wir kamen damals ins Play-off-Finale, sind aber an Freiburg gescheitert." Firsanov spielte in den kommenden drei Jahren dennoch in der DEL, zunächst zwei Spielzeiten für die Nürnberg Ice Tigers. "Damals stand ich schon mit Guy Lehoux in einer Mannschaft." Es folgte der Wechsel zu den Augsburger Panther in der Saison 2005/06, für die er allerdings in 43 Spielen kein Tor erzielte. Danach ging es zurück in die zweite Liga. Wolfsburg, Bremerhaven, Heilbronn und zuletzt eben Crimmitschau waren die Stationen. Für die Eispiraten erzielte Firsanov in der laufenden Saison in 33 Spielen neun Tore, gab sieben Vorlagen.

SERC-Trainer Kim Collins erwartet von dem Neuen keine Führungsqualitäten. "Ich erwarte keine Wunderdinge von ihm. Es war ganz wichtig, dass wir noch einen Stürmer geholt haben, damit wir mehr Tiefe im Kader haben. Firsanov ist ein großer und kräftiger Spieler, was im Eishockey ja kein Nachteil ist." Der Stürmer, der als Hobby, Internet und Fußball angibt, will mit den Wild Wings in dieser Saison allerdings noch viel erreichen. "Ich möchte ins Finale", sagt der Mann, dem in Bezug auf Schwenningen "die außergewöhnliche Stimmung im Stadion" in Erinnerung ist und der sich für einen Vertrag bei den Wild Wings für die kommende Saison empfehlen möchte.

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