"Sonne" ist ein gemütliches Plätzchen

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ARGENBÜHL - Nachdem der Saal, die Heimatstube und die Jugendräume sowie viele der Vereinsräume im Dorfgemeinschaftshaus "Sonne" fertig gestellt sind, haben sich die Eisenharzer jetzt an den Ausbau des Musikprobenraumes im Dachgeschoss gemacht. Bis Ende des Jahres soll auch die Sanierung der Fassade beendet sein.

Das Dorfgemeinschaftshaus "Sonne" in Eisenharz trägt seinen Namen zu Recht. Seitdem im Sommer 2006 mit dem Umbau des ehemaligen Gasthofes begonnen wurde, haben sich hier etwa 170 Personen ehrenamtlich eingebracht und damit wahren Bürgersinn bewiesen. Besonders verdient der aus älteren Handwerkern oder hobbymäßigen Häuslesbauern bestehende "Rentnertrupp" Erwähnung. Unter der Leitung von Ludwig Rummel haben diese Männer Hunderte von Stunden der guten Sache gewidmet und unermüdlich geschafft.

Ein wahres Schmuckkästchen

Wer die Räumlichkeiten vor der Gründung des "Fördervereins Dorfgemeinschaftshaus" im Oktober 2005 gekannt hat und dabei war, als abgerissen, geschaufelt und abtransportiert, gebohrt und gehämmert wurde, der konnte sich sicherlich nicht vorstellen, was unter Bauleiter Winfried Schneider in doch relativ kurzer Zeit einmal entstehen sollte. Doch schon beim Tag der offenen Tür im November 2007 wurde deutlich: die "Sonne" wird nicht nur der zentrale Punkt in Eisenharz, sondern ein wahres Schmuckkästchen.

Zu der Zeit hatten 130 Frauen und Männer in 5000 Stunden Eigenleistung dazu beigetragen, dass der gesamte Anbau mit Treppenhaus und Aufzug stand, dass der Konferenzraum und das Floriansstüble eingerichtet und der große Saal mit seinem Wirtschaftstrakt, der Bühne und den Dusch- und Umkleideräumen für die Öffentlichkeit und die Sportgruppen des Turnvereins Eisenharz freigegeben werden konnten.

Seither konnte mit großem Engagement der Jugendlichen der ehemalige Schlachtraum und seine Nebenräume für die Zusammenkünfte der jungen Menschen und der Bereich für den Heimat- und Trachtenverein fertig gestellt werden. Und vor allem wurden auch die früheren Gaststättenräume im Erdgeschoss in Angriff genommen und daraus eine wunderschöne Museumsstube gemacht.

Schwerpunktmäßig soll hier die Geschichte und Entwicklung des Dorfes Eisenharz unter besonderer Berücksichtigung der Landwirtschaft und der historischen industriellen Milchverwertung durch die Molkerei Wunderlich und die Nestle AG dargestellt werden. "Jeden ersten Sonntag im Monat ist die Stube für einen Kaffeenachmittag geöffnet und jeden dritten Mittwochabend im Monat mit einem wechselnden Thema bei Wein und Imbiss geöffnet", erzählt Werner Frommknecht.

Wovon der Vorsitzende des Fördervereins noch berichten kann, das sind die momentanen Hauptaufgaben rund um den Ausbau des Musikprobenraumes im Dachgeschoss, die bis Ende des Jahres erledigt sein sollen. "Hier wurde in den letzten Tagen mit dem Einbau einer neuen Stahlrahmenkonstruktion begonnen, damit die neue Deckenhöhe von 4,20 Metern erreicht werden kann. Die Stahlbinder wurden in Eigenleistung eingebaut."

Bis April 2009 möchte man den Aufbewahrungsraum für die Fahnen der verschiedenen Vereine und Gruppierungen und bis Ende des Jahres die Sanierung und Umgestaltung der Fassade zum Abschluss gebracht haben. Längeres Ziel ist der Ausbau eines weiteren Raumes für das Museum und die Umgestaltung der Außenlagen. Diese werden dann allerdings unabhängig vom Verein und im Auftrag der Gemeinde Argenbühl vorgenommen.

Mit "Ich habe auf allen Ebenen etwas dazu gelernt" umreißt Frommknecht den Nutzen, den er aus seiner Arbeit für das Dorfgemeinschaftshaus gezogen hat. Und stellt fest: "Wir wagen uns an alles heran, sofern wir einen Fachmann an unserer Seite wissen".

Auf die vielen schönen Möbel und Gegenstände angesprochen, die verteilt auf den Etagen und in der Heimatstube stehen, sagt er: "Sie wurden uns von Leuten aus dem Ort überlassen." So tragen also viele, viele Eisenharzer Bürger zum guten Gelingen ihrer "Mitte" bei.

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