"Maria" versteckt sich "im Busch"

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Auf einen Blick

Im Jahr 1670 ließ der freiherrlich-bömmelbergische Sekretär eine Kapelle auf jener Berghöhe bauen, die einst schon Kelten, Römern und den Rittersleuten sowohl strategisch wie auch als Wohnsitz diente. "Maria im Busch" wurde sie zeitweise genannt, da sie sich auf der bewaldeten Anhöhe ob ihrer relativ geringen Größe geradezu versteckte. Umso größer war die Anziehungskraft auf die Menschen im Illertal, die mit ihren Sorgen und Nöten zu dem Heiligtum pilgerten. Mittelpunkt der Kapelle ist der Rokokoaltar mit dem Gnadenbild der schmerzhaften Mutter Gottes. Darüber hinaus zieren Werke oberschwäbischer Bildhauer und Fresken des Dietenheimer Malers Jakob Speth Wände und Decken. 1842 erhielt sie als rechtwinkligen Anbau die "von Bernhard'sche Gruftkapelle" über dem Grabmahl der im 30. Lebensjahr verstorbenen Freifrau von Bernhard. Ihrem Geburtsnamen "Montjoye" (Frohberg) verdanken Kapelle und Berg ihren Namen. In der Gruftkapelle fallen der Flügelaltar mit dem Relief der "Krönung Mariens" und weitere Skulpturen auf.(uv/sz)

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