Emeka Erege bleibt in Ulm

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Nach der abgelaufenen Saison war er auf Ibiza, in Thailand und zuletzt in den USA. Jetzt ist er endlich wieder in Ulm und wird auch die nächsten beiden Spielzeiten für das Ratiopharm-Team auf Korbjagd gehen. Gestern hat Emeka Erege seine Unterschrift unter den neuen Vertrag gesetzt.-

Vergangene Saison plagte sich der Kapitän mit einigen Verletzungen. Nur 16 der 34 Spiele konnte der Warrior auflaufen. Das hinterließ auch in seiner Zukunftsplanung Spuren. In den nächsten beiden Jahren will sich der 29-jährige neben dem Sport auch um seine weitere berufliche Zukunft kümmern. Deswegen hat er mit Trainer Mike Taylor auch vereinbart, dass er nicht mehr täglich am Vormittagstraining teilnehmen wird.

Doch auf die Erfahrung des Aufstiegshelden wollte man in Ulm auf keinen Fall verzichten. Emeka soll das junge Team auf und neben dem Spielfeld führen. Wie viele Minuten er am Ende auf dem Parkett stehen wird, ist und war für Emeka nie wichtig. Er stellte sich schon immer in den Dienst der Mannschaft und macht die vielen kleinen Dinge, die eine Mannschaft braucht um zu gewinnen. Emeka Erege geht in seine sechste Saison an der Donau. In der will er die unglückliche Vorsaison vergessen machen. Deswegen wechselte er auch auf seine alte Trikotnummer zurück, mit der er fünf Jahre lang in Ulm erfolgreich war. Vergangene Saison hatte er auf seine Nummer aus Collegezeiten (15) gewechselt. Nun will er mit der Nummer zehn an alte Zeiten anknüpfen. Als er beispielsweise als bester deutscher Spieler Ratiopharm Ulm zum Aufstieg führte, als er zweimal in Folge ins beste Team der einheimischen Spieler der Zweiten Liga gewählt wurde. Auch an seine erste BBL-Saison erinnert er sich gerne. Als Starter führte der Kapitän das Ulmer Schiff-durch die gefährlichen Stürme der BBL souverän auf Platz zwölf.

Doch auch die vergangene Saison war ein großer Erfolg. Ulm erreichte im verflixten zweiten Jahr sicher den Klassenerhalt und hatte eine Reihe herausragender Ergebnisse. Leider oftmals mit einem Emeka Erege, der nur von der Seitenlinie seine Mitspieler unterstützen konnte. Doch für das größte Highlight sorgte der Kapitän lieber selber. Von seinem 15-Meter weiten Siegeswurf in Oldenburg wird er noch seinen Enkeln erzählen. Das werden nicht die letzten Höhepunkte in der Karriere von Emeka Erege sein. Der Kapitän betritt die Brücke, um noch viele weitere hinzuzufügen.

Die Positionen der Ulmer:

Position eins: Dru Joyce, Per Günther. Position zwei: Keith Triplett, Lee Humphrey. Position drei: Romeo Travis, Sebastian Betz. Position vier: Jeff Gibbs, Dan Fitzgerald. Position fünf: Sean Finn, Michael Schröder. Nachwuchsspieler: Cedric von Düring, Patrick Scherer, Nemanja Kekic, Alexander Heide. Noch fraglich: Emeka Erege.

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