Papierhersteller Stora Enso schließt Papierfabrik in Baienfurt: 350 Stellen betroffen

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Stellenstreichungen kündigte Stora Enso auch für den Betrieb in Maxau bei Karlsruhe an. Konzernchef Jouko Karvinen nannte als Grund neben der schlechten Ertragslage bevorstehende Zollerhöhungen für Holzimporte aus Russland. In ganz Deutschland sollen bei Stora Enso 600 Arbeitsplätze wegfallen.

Insgesamt will das Unternehmen 1600 Jobs streichen und bis 2010 pro Jahr Kosten von 140 Millionen Euro sparen. Personalabbau sei auch in Finnland sowie bei schwedischen Tochterunternehmen geplant. In Baienfurt sollen für die Mitarbeiter neue Jobs gefunden und ein Sozialplan erarbeitet werden. Stora Enso begründete die Werksschließung auch mit Überkapazitäten auf dem Papiermarkt. Trotz eines Maßnahmenpakets zur Verbesserung der Rentabilität habe die Wettbewerbsfähigkeit des Werkes „nicht nachhaltig gesteigert werden können“.

Mit der Gemeinde werde nach anderweitigen Nutzungsmöglichkeiten des Geländes gesucht. Das 1871 gegründete Werk in Baienfurt gehörte nach diesen Angaben früher der Feldmühle AG. 1990 wurde es von der schwedischen Firma Stora übernommen, die 1998 mit dem finnischen Konzern Enso fusionierte. Nicht betroffen von der Schließung ist das Schneid Center auf dem Baienfurter Werksgelände, das auch künftig Karton für andere Gesellschaften der Unternehmensgruppe schneiden und lagern soll.

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