Steffen Brauchle freut sich auf hohe Ehrung

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LAUCHHEIM-HÜLEN - Sportliche Erfolge hat er schon genug. Jetzt kommt noch eine hohe Ehrung hinzu. Bei den deutschen Meisterschaften im Zweiergespannfahren vom 17. bis 20. Juli in Hülen erhält Steffen Brauchle (PSV Schloß Kapfenburg) das Goldene Fahrabzeichen.

Das Goldene Fahrabzeichen ist die höchste Auszeichnung, die die Deutsche Reiterliche Vereinigung außerhalb von Championaten und Meisterschaften vergibt.

Er ist gerade mal 20 Jahre alt und er erlebt beim Fahrturnier in Lauchheim-Hülen eine Ehrung, von der andere Pferdesportler in diesem Alter nur träumen können. Die Rede ist von Steffen Brauchle. Dem gebürtigen Ludwigsburger wurde vom Fahrsport bereits an der Wiege gesungen. Franz Brauchle, sein Vater, der in Lauchheim-Hülen lebt, ist selbst hoch erfolgreicher Gespannfahrer.

Eltern unterstützen die Söhne

Franz und Brigitte Brauchle unterstützen aus ganzem Herzen ihren Sohn. Im zarten Alter von vier Jahren hat Steffen Brauchle schon die Leinen in der Hand gehalten. Das hatte Folgen. Als Jugendlicher zeigte er bereits, aus welchem Fahrerholz er geschnitzt war. In allen Anspannungen, vom Einspänner bis zum Vierspänner, präsentierte er seine Ponys bei Turnieren und wurde ein richtig erfolgreicher junger Mann, der die Lehren seines Vaters und die Förderung durch die Mutter tief in sich aufgesogen hat.

Seine Eigenschaften, so sagt Stefen Brauchle selbst von sich, sind im Fahrsport wichtig, um Erfolg zu haben: "Durchhaltevermögen, weil Fahren viel Zeit kostet: Fleiß im Training, weil man es auch mit Tieren zu tun hat, die ja gerne mitziehen sollen, sind die Grundlagen für den Sport", erklärt Brauchle, "Manchmal bin ich aber doch noch zu ehrgeizig. Da muss ich mich noch ein wenig bremsen", gibt er ganz offen zu. Wer ihn kennt, beschreibt ihn als zielstrebig, geradlinig und freundlich.

Seinen wichtigsten Erfolg hat Steffen Brauchle fest im Kopf: "2007 wurde ich mit meinen Ponys Mannschaftsweltmeister in Dänemark." Mit zum Team gehörten Sandra Broichhaus und Tobias Bücker aus Emsdetten, Elke Hillenbrandt aus Coisfeld-Letten sowie die Offenthaler Fahrer Steffen Abicht, Georg Löbnitz und Thomas Köppen.

Das Erlebnis dieser Weltmeisterschaft hatte Folgen: Steffen Brauchle, gelernter Zerspanungsmechaniker, hat sich nämlich vorgenommen, eines Tages auch Einzelweltmeister zu werden. Sein jüngster Erfolg datiert auf Ende Mai 2008. In Lähden siegte er mit seinen Zweispänner-Ponys in der schweren Klasse. Bruder Michael wurde Mitte Juni in Ungarn zusammen mit Ludwig Weinmayer (Leitzachtal) und Josef Zeitler (Landstetten) Dritter beim Nationenpreis.

Die Erfolgsserie Steffen Brauchles für das Goldene Fahrabzeichen begann mit dem ersten Sieg in Klasse S in Reilingen im Einspänner mit Don Juan. Die Tür war aufgestoßen. Es folgten mehr als 40 Siege und Spitzenplätze bei Turnieren. Seine Ponys spannt er dabei im Wechsel als Einspänner, Zwei- oder Vierspänner vor die Kutsche und er nimmt dafür auch weite Reisen in Kauf.

In seiner früheren Heimatstadt Markgröningen wurde er bereits 2002 mit seinen Ponys Landesmeister der Zweispänner, ein Jahr später gewann er Bronze bei den Einspännern. 2004 machte Steffen Brauchle mit einem Doppelerfolg erneut auf sich aufmerksam. In Reilingen wechselte er kurz zu den Großpferden und wurde Landesmeister der Einspännerfahrer. Daneben spannte er seine Ponys Wanda und Bongo ein und wurde Dritter der Landesmeisterschaft.

Einmalig in einem Sportlerleben

Bei der deutschen Meisterschaft in Hülen schaffte es der junge Fahrer auf den achten Rang. Steffen Brauchle, der in Wasseralfingen arbeitet, fährt auf einer Erfolgswelle. Mit 20 Jahren steht ihm die Fahrerwelt noch offen. Dass ihm das gelingt, verdankt er auch seiner Familie: "Ich werde ausschließlich von meinen Eltern und meinem Bruder gefördert, da wir alle zusammenarbeiten."

Deshalb freut er sich auch auf das Fest in Hülen, wo er mit Familie, Freunden und anderen Fahrern feiern wird: Anlass ist das Goldene Fahrabzeichen, das ihm verliehen wird. Diese Auszeichnung ist einmalig, weil sie nur einmal im Leben eines Pferdesportlers verliehen wird. Einmalig auch, weil das Fahrabzeichen die höchste Auszeichnung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung außerhalb von Championaten und Meisterschaften ist.

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