Wind haust heftig in Schinderwasenbuche

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Die Suppinger Schinderwasenbuche, ein bekanntes Naturdenkmal, ist offensichtlich ein Opfer der heftigen Winde am Sonntag geworden. Das Naturdenkmal wurde so schwer beschädigt, dass es fraglich ist, ob der mächtige Baum noch erhalten werden kann.

Passanten hatten gestern morgen die schweren Schäden an der großen Buche entdeckt. Einer der drei Hauptäste war durch den Wind abgerissen worden, Holzteile blockierten den Weg. Sofort rückten die städtischen Bauhofmitarbeiter aus, um den Baum zu sichern, so dass keine Gefahr für Menschen mehr bestand.

Den Fachleuten von der Stadtverwaltung und vom Forst bot sich ein trauriger Anblick. Der Stamm des majestätisch wirkenden Baums scheint vermodert, der schwere Sturm hat das ganze Ausmaß des Verfalls jetzt freigelegt. "Ob der Baum zu retten ist, wird sich erst gegen Ende dieser Woche zeigen", sagt Bauamtsleiter Günter Hascher. Naturschutzfachleute werden sich mit dem markanten Naturdenkmal noch in dieser Woche eingehend beschäftigen.

"Ein schlimmer Anblick", sagt Suppingens Ortsvorsteher Jürgen Schad: "Das ist sehr traurig, aber es ist halt auch der Lauf der Natur." Auf ein Alter von 280 bis 300 Jahren wird der Baum geschätzt, der bei den Spaziergängern ein beliebtes Ziel ist. Die mächtige Krone des Baums ist laut Schad schon einmal mit Gurten gesichert worden, damit die Belastungen bei Wind nicht zu hoch werden.

Schad wartet jetzt ab, ob der Baum zu retten ist. "Wenn nicht", so Schad, "dann haben wir ein Suppinger Wahrzeichen verloren".

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