Hausbewohner soll Brandanschlag in Backnang verübt haben

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Wie ein Polizeisprecher am Freitag in Waiblingen mitteilte, gibt es für den Verdacht konkrete Hinweise. „Ein Geständnis liegt noch nicht vor. Der Tatverdächtige verweigert die Aussage.“ Ein fremdenfeindlicher Anschlag von Rechtsradikalen - wie zunächst vermutet - ist damit endgültig vom Tisch. Auf den Hausbewohner als Täter deuteten nicht näher erläuterte Indizien hin.

Der Brand war im Flur des Mehrfamilienhauses in der Backnanger Innenstadt ausgebrochen, in dem sich zu dem Zeitpunkt 25 Personen befanden. Die Flammen konnten von einem Bewohner mit einem Feuerlöscher erstickt werden. Der Täter hatte einen Kinderwagen im Flur des Hauses in Brand gesteckt. Mehrere Hausbewohner erlitten Rauchgasvergiftungen.

Die Polizei ging 50 Spuren und Hinweisen nach. Weil im Hinterhof des Hauses umgedrehte Hakenkreuze und ein verdächtiger Schriftzug auf die Wand gesprüht worden waren, hatte die Polizei zunächst ein fremdenfeindliches Motiv angenommen.

Der Brandanschlag und die Schmierereien dürften im Zusammenhang stehen. Dies vermutet die Polizei aufgrund von analysierten Beweisstücken, die bei Durchsuchungen von Wohnungen des Hauses sichergestellt worden waren. Ein Motiv der Brandstiftung sei bislang nicht erkennbar.

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