Die Donau liefert Strom

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SIGMARINGEN - Kohlendioxid freie Energiegewinnung - Sigmaringen macht dies mit seinen beiden Wasserkraftwerken möglich. Das Wasser der Donau wird als erneuerbare Energiequelle genutzt. Der Strom wird direkt in das Sigmaringer Stromnetz gespeist.

"Ein Werk das richtungsweisend ist und sich sehen lassen kann." So heißt es in einer Broschüre der Stadtwerke Sigmaringen. Richtungsweisend ist es vor allem in Sachen Klimaschutz. Das Wasser der Donau wird auch zur Gewinnung von Energie genutzt. Und diese Energiegewinnung ist völlig emissionsfrei, das Wasser eine erneuerbare Energiequelle. "Das ist CO2 freier Strom", erklärt Bernt Aßfalg, Leiter der Stadtwerke Sigmaringen.

1996 war der Spatenstich für die Anlage, deren Errichtung vier Monate dauerte. Eine Riemenrohrturbine mit einem Durchmesser von fast vier Metern musste tief in die Donau gelassen werden.

Der natürliche Abfluss der Donau wird somit genutzt. Das Wasser trifft auf die Schaufelräder der Turbine. An die Turbine ist ein Generator gekoppelt, der Strom erzeugt. Der Strom wird direkt ins Sigmaringer Stromnetz eingespeist. Diese Art von Wasserkraftwerk nennt man Laufwasserkraftwerk.

"Ungefähr 600 Haushalte können mit dem durch das Donauwasser erzeugten Strom pro Jahr versorgt werden", so Aßfalg. Das bedeutet, dass die beiden Wasserkraftwerke in Sigmaringen und Laiz drei Prozent der gesamten Stromversorgung stemmen. Genau sind es etwa zwei Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das bedeutet unterm Strich natürlich auch wieder die Einsparung von CO2. Die Wasserkraftanlage in Laiz beispielsweise spart 400 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Die Anlage in Sigmaringen fast noch mal genauso viel.

Die tatsächliche Leistung des Wasserkraftwerks sei jedoch vom Wasserangebot abhängig, erläutert Aßfalg. Durch die stark schwankenden Wasserstände der Donau komme es deshalb auch zu Stillständen der Wasserkraftanlagen, weil dann die so genannte Fallhöhe am Wehr, die Voraussetzung für die Funktionsweise eines Laufwasserkraftwerkes ist, nicht mehr optimal gegeben ist. Für beide Wasserkraftwerke haben die Stadtwerke damals ca. 2,1 Millionen Euro investiert, um die Idee der Erzeugung von Strom durch Wasserkraft zu realisieren.

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