Fluxus-Zentrum in Leverkusen

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Ein Sammlungs- und Forschungsort für die Kunst der Fluxus-Bewegung und den Fluxus-Pionier Wolf Vostell (1932-1998) soll künftig das Museum Morsbroich in Leverkusen werden.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat dazu dem Haus eine Kollektion mit 23 Vostell-Werken aus Privatbesitz als Dauerleihgabe übergeben. Dies teilte die Düsseldorfer Staatskanzlei mit. Die Sammlung umfasse vom Künstler selbst für den privaten Sammler ausgewählte Arbeiten aus den Jahren 1959 bis 1982, so dass das Konvolut eine „konzentrierte retrospektive Sammlung“ darstelle.

Das Museum besitze bereits Werke des aus Leverkusen stammenden Künstlers. Durch weiteren Erwerb mit der Hilfe von Mäzenen und Sponsoren solle das Haus nun „ein Kompetenzzentrum“ für Vostell und die mit ihm verbundene Fluxus-Bewegung werden, sagte NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff. Getreu der Fluxus-Maxime bezog Vostell das Publikum konsequent in seine Werke und Aktionen ein. Das Museum Morsbroich initiierte 1992 die bisher umfangreichste Retrospektive Vostells in fünf deutschen Museen.

Die Sammlung der 23 Stücke zeige „einen geschlossenen, repräsentativen Querschnitt“ durch das Werk Vostells von der Collage, den Skizzenbüchern „Leben gleich Kunst“ (1974) und „Kodex Erstarrungszustand“ (1975) über Zeichnungen und Leinwandarbeiten bis hin zu den Multiples. Das Konvolut enthält darüber hinaus „Partituren“ für zahlreiche Happenings. Die Arbeiten stammen zumeist unmittelbar aus dem Atelier des Künstlers.

www.museum-morsbroich.de

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