Neuer Airbus bringt die Urlauber ans Ferienziel

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FRIEDRICHSHAFEN - Erst gestern Morgen ist er im Hamburger Airbus-Werk von der Charterfluggesellschaft Hamburg International (HHI) übernommen worden. Am Nachmittag landete er mit 150 Ehrengästen in Friedrichshafen: Ein funkelnagelneuer Airbus A319 wird künftig von Löwental aus Passagiere in die Ferien fliegen.

Und es könnte bald eine zweite Maschine dieses Typs hinzukommen: Weil die HHI-Standorte im Süden (Saarbrücken, Friedrichshafen und München) schneller wachsen als alle übrigen der Gesellschaft, fliegt sie mit ihren neuesten Maschinen auch diese drei Flughäfen an. Vor vier Jahren hat HHI das "schwere Erbe" nach der Insolvenz von Aero-Lloyd übernommen, so Geschäftsführer Norbert Grella. Inzwischen habe man ein stabiles Unternehmen aufgebaut, dessen Besatzungen sich in Friedrichshafen "sauwohl fühlen".

Erster Bürgermeister Dieter Hornung hieß die Gäste willkommen und stellte ihnen den zweitwichtigsten Flughafen im Land nach Stuttgart vor, der gleichzeitig Heimatflughafen für das südliche Baden-Württemberg und die Regionen Vorarlberg und die Ostschweiz ist. Wie bedeutend er ist zeigt sich an den derzeit geparkten Maschinen des laufenden Weltwirtschatsgipfels in Davos. Hornung lobte HHI, in dieser nicht einfachen Zeit in zwölf für den eigenen Flugbetrieb bestellte Airbus A319 mit einem Gesamtwert von 50 Millionen Euro zu investieren und damit ein Bekenntnis zum Standort Deutschland abzulegen.

In den vergangenen vier Jahren hatte HHI in Friedrichshafen 460 000 Passagiere und bei 4000 Flügen eine durchschnittliche Auslastung von 95 Prozent. Das sei ein Erfolgsgeschichte, freute er sich über die Akzeptanz. Er hofft, dass HHI bald ein zweites Flugzeug hier stationiert und bot den Bodensee-Airport schon einmal als Wartungsstandort an.

Der Bodensee-Airport stehe vor einem Quantensprung, weil vor Investitionen zwischen 30 und 35 Millionen Euro. Vor dem Weiterflug nach München und Hamburg ging Hornung-auf die Gemeinsamkeiten zwischen Friedrichshafen und- Hamburg ein: Beide Städte seien Zukunftsregionen und in Rankings weit vorne angesiedelt, wesentliche Teile des Airbus stammten aus Friedrichshafen, und in Hamburg sage man "Ahoi", während es in Friedrichshafen heiße, "hoi ä Schiff..."

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