Jüdisches Museum ehrt Helmut Kohl und Fritz Stern

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Altkanzler Helmut Kohl (77) und der deutsch-amerikanische Historiker Fritz Stern (81) werden mit dem Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin ausgezeichnet. Überreicht wird die Auszeichnung am 17. November im neuen Glashof von Daniel Libeskind.

Die Laudatio auf Kohl hält Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland. Stern wird vom ehemaligen US-Botschafter Richard Holbrooke geehrt, wie das Museum ankündigte.

Die undotierte Ehrung geht an Persönlichkeiten, die sich auf herausragende Weise für die Förderung von Toleranz und Verständigung eingesetzt haben. Als Kanzler habe Kohl das besondere Verhältnis zwischen Deutschland und Israel zu einer zentralen Maxime der deutschen Außenpolitik erhoben, hob das Museum hervor. Mit dem Historiker Stern werde ein Wissenschaftler gewürdigt, der die historische Analyse stets mit der Position eines „engagierten Beobachters“ verbinde und sich für eine auf Erinnerung beruhende Versöhnung zwischen Völkern und Kulturen einsetze.

Zur Preisverleihung und zu dem traditionellen Dinner werden zahlreiche prominente Gäste erwartet. Wegen der Vorbereitungen für den Festakt ist das Museum am 17. November für die Öffentlichkeit geschlossen. Der Preis besteht aus einer Skulptur, die von der Architektur des Museums inspiriert ist.

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