Mord im Knabenchor Ñ ein Fall für die Münstersängerknaben

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ROTTWEIL (pm) - Nicht nur Manfred Krug darf im "Tatort" singen: Für die SWR-Produktion "Bienzle und der heimliche Zeuge" wurden jetzt die Rottweiler Münstersängerknaben verpflichtet.

Der Film spielt im Milieu eines kirchlichen Knabenchors, dessen Geschäftsführerin ermordet wird (vom Dirigenten...?). Die Münstersängerknaben werden im Rahmen eines geistlichen Konzerts in der Stiftskirche von Baden-Baden und bei Chorproben im Kloster Alpirsbach gefilmt. Darüber hinaus finden Plakate, Konzertkritiken, Programmhefte und Bilder von den Chor-Reisen der Sängerknaben als Requisiten im Film Verwendung.

Mit Stolz blicken die Münstersängerknaben auf dieses Projekt - wer möchte nicht einmal "Filmstar" sein und vor einem Publikum von acht bis zehn Millionen Menschen auftreten?

Die Leistungsfähigkeit der Rottweiler Sängerknaben wurde nun auch gleich auf eine harte Probe gestellt: In Rekordzeit von einer Woche mussten die Sängerknaben ein neues, schwieriges A-cappella-Stück konzertreif erarbeiten, das speziell für diesen "Tatort" komponiert wurde - es soll den spannenden Höhepunkt des Films musikalisch untermalen und immer wieder als musikalisches Leitmotiv erklingen. Am vergangenen Sonntag wurde bereits intensiv an der nächsten Stufe des großen Vorhabens gearbeitet: Tonaufnahmen standen an, bei denen mehrere A-cappella-Werke aus dem geistlichen Repertoire der Sängerknaben eingesungen wurden. Sie sollen den akustischen Hintergrund des Films bestimmen und als Playbacks für alle dort stattfindenden Konzert- und Probenszenen dienen.

Der Regisseur, der Hauptdarsteller und der Film-Komponist waren bei den Tonaufnahmen ebenfalls anwesend, um die spezifische Atmosphäre eines Knabenchores genauer kennen zu lernen.

Am Ende dieser Woche finden die ersten Dreharbeiten statt. Die Münstersängerknaben freuen sich schon auf spannende Tage in Baden-Baden.

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