Veszprém will im elften Anlauf den Pokal

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Auch zur 21. Turnierauflage hat der Handball-Förderverein wieder ein erlesenes Teilnehmerfeld zum Schlecker Cup nach Ehingen gelockt. Die Schwäbische Zeitung stellt die sechs Teams vor. Heute geht es um den "ewigen Zweiten", den MKB Veszprém KC.

Mit 82 Treffern war Kiril Lazarov der drittbeste Topscorer der vergangenen Champions-League-Saison. Im Schnitt macht er 8,2 Tore, dennoch schied Veszprém nach zehn Spielen gegen Kiel aus. Es war Lazarovs letztes Spiel für den MKB Veszprém in einem europäischen Wettbewerb, jetzt geht er in Zagreb auf Torejagd. In der Meisterschaftsrunde wurde der ungarische Rekordmeister nur von Pick Szeged geschlagen. Im Finale der Play-offs um die ungarische Meisterschaft sahen sich die Teams wieder und Szeged gewann erneut. Im ungarischen Pokal blieb alles beim Alten: Zum 17. Mal wanderte die Trophäe in die Nähe des Plattensees nach Veszprém.

Der Stammgast startet zum elften Mal den Versuch, den Schlecker Cup zu gewinnen. Torhüter Dejan Peric hat seinem Club einen Titel in Ehingen vorausgesagt. Er wurde dreimal zum besten Torhüter gewählt und wird heuer zusammen mit dem Spanier Jaume Fort zum besten Keeper in 20 Jahren Schlecker Cup geehrt.

Zum 30. Geburtstag des Veszprémer Handballvereins soll dieses Jahr wieder der insgesamt 16. nationale Titel her. Damit hätte sich der Verein in mehr als der Hälfte der Jahre seines Bestehens die Meisterschaft gesichert. Nach dem Finaleinzug 2002 soll es auch in der kommenden Saison wieder in der Champions League zum Erfolg kommen. Schließlich stammt der einzige europäische Pokal in der prall gefüllten Vereinsvitrine aus dem Jahr 1992.

Für den Erfolg auf internationaler Ebene soll Carlos Reinaldo Enrique Perez sorgen. Der Kubaner mit der Nummer zehn spielt 2007 im zehnten Jahr in Veszprém und war in dieser Zeit drei Mal Spieler des Jahres in Ungarn (2003, 2004, 2005). Die Strippen im Hintergrund zieht Csaba Hajnal. Der deutsch sprechende Ungar ist ein alter Freund des Schlecker Cups und ein gern gesehener Gast in der Donaustadt. Seine Arbeit ist eng mit den unzähligen Erfolgen von Veszprém verbunden. Er ist die entscheidende Figur hinter den Kulissen, und die über Jahrzehnte konstant guten Leistungen sprechen für ihn. Seit der Gründung der Handball "G14" verfolgt er als Geschäftsführer von Veszprém auch auf europäischer Ebene die Interessen seines Vereins.

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