Rhein-Neckar-Löwen holen Sparkassencup

Lesedauer: 3 Min

Der Handball-Boom hält an. Titelverteidiger Rhein-Neckar-Löwen gewann drei Wochen vor dem Bundesliga-Saisonstart das Finale beim 12. Sparkassen-Handballcup gegen den Liga-Konkurrenten HSG D/M Wetzlar in Melsungen mit 33:30 (15:19).

Das Endspiel gab einen ersten Vorgeschmack auf den immer härter werdenden Konkurrenzkampf in der „stärksten Liga der Welt“. Zudem freuten sich die Veranstalter des wichtigsten Vorbereitungsturniers über die Rekordkulisse von 12 150 Zuschauern bei 27 Partien.

„Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Man hat gemerkt, dass wir noch nicht eingespielt sind, aber die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben“, sagte Rhein-Neckar-Löwen-Coach Juri Schewzow. Die Torjägerkrone setzten sich die Wetzlarer Avishay Smoler und Volker Michel (je 26 Treffer) auf. Beim Turniersieger, der in der vergangenen Saison noch unter dem Namen SG Kronau-Östringen in der Bundesliga spielte, präsentierten sich in Torwart Henning Fritz, Christian Schwarzer und Oliver Roggisch sowie Torjäger Oleg Velyky (13 Tore im Finale) an der Spitze gleich sechs Weltmeister im badischen Team und sagten Rekordmeister Meister THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt schon vor dem Bundesliga-Auftakt am 25. August den Kampf um die Krone an. „Kronau hat verdient gewonnen und wir lieferten ein gutes Spiel“, meinte Wetzlars Trainer Volker Mudrow.

Im Finale präsentierte sich der Club aus Mannheim etwas müde nach der Vorrunde mit neun Erst- und sechs Zweitligisten. In den Halbfinals hatten sich die Rhein-Neckar-Löwen mit 32:23 gegen Bundesliga-Absteiger HSG Düsseldorf und Wetzlar mit 27:26 nach Siebenmeterwerfen gegen den überraschend starken Zweitligisten Eintracht Hildesheim durchgesetzt.

Nach dem 0:3-Rückstand gelang Wetzlar der erste Gegentreffer in der 5. Minute. Das Signal war das Signal zum Angriff und zur 4:3- Führung nach 10 Minuten, bis Schewzow die erste Auszeit nahm. Doch die Hessen spielten sich in einen kleinen Rausch zur 15:9- Halbzeitführung. Wetzlar stand sicher im Abwehrverband, im Angriff setzte Nikolai Weber wie Timo Salzer in der Rückraummitte Akzente.

Zur Halbzeit wechselte Schewzow den polnischen WM-Torwart Slawomir Szmal für Fritz ein. Das Experiment bewährte sich, zumal Wetzlar konditionell etwas nachließ. In der 43. Minute gelang Weltmeister Schwarzer erstmals wieder der Ausgleich. Und als Smoler in der 54. Minute eine Zeitstrafe erhielt, kippte das Spiel zugunsten der Rhein- Neckar-Löwen, zumal Keeper Szmal über sich hinauswuchs.

Kommentare werden geladen