Zum Tod von Graf Ferdinand

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KITZBÜHEL/BAD WALDSEE (bm) - Am 12. Juni starb in Kitzbühel nach langer schwerer Krankheit Ferdinand Graf zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee. Graf Ferdinand war das sechste und jüngste Kind von Fürst Franz Ludwig und Fürstin Adelheid und erblickte am 17. 12. 1933 im damaligen Waldsee das Licht der Welt. Nach dem Besuch der Volksschule in Waldsee wechselte er an das Bischöfliche Gymnasium Rottenburg, das er mit dem Abitur abschloss. Der junge Mann entschied sich für eine Buchdruckerlehre, die er in Augsburg absolvierte und nach deren Abschluss er in das Verlagswesen wechselte. Den Großteil seines Arbeitslebens war er als Verleger beim Oldenbourg-Verlag in München tätig.

Aus der Ehe von Graf Ferdinand mit Emma Prinzessin von Croy gingen drei Kinder hervor. Nachdem er das Pensionsalter erreicht hatte, verlegte er seinen Lebensmittelpunkt nach Kitzbühel. Eine große Leidenschaft hegte der nachdenkliche und belesene Graf für die Kunst und die Literatur. Selten sah man ihn ohne sein wichtigstes Utensil - die Lupe, mit der er sich neugierig den Kunstwerken näherte und sie mit Muße und Hingabe studierte.

Heute wird Graf Ferdinand um 11 Uhr auf dem Pfarrfriedhof in Kitzbühel beigesetzt.

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