Anatoli Muratov heißt der erste Meister

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LEONBERG - Elf Boxer ließen der VfB Friedrichshafen und das Boxteam Langenargen bei den Württembergischen Meisterschaften der Schüler, Jugend, Kadetten und Junioren über die Waage gehen, doch nur drei kamen am vergangenen Samstagabend zum Auftakt in Leonberg zum Einsatz. Anatoli Muratov heißt der erste Meister.

Die Langenargener Simon Keller und Anatoli Muratov sowie der Häfler Alexander Witt mussten bereits in Leonberg ihr Können unter Beweis stellen, als Sieger kletterte jedoch nur Muratov aus dem Ring. Der unerfahrene Volkan Baran vom BC Böblingen stellte für den 18-jährigen Württembergischen Vizemeister trotz einer Kapselverletzung keinen Gegner dar, weshalb der Ringrichter das ungleiche Halbschwergewichts-Duell in der dritten Runde abbrach. Muratov holte somit in seinem letzten Jahr bei den Junioren noch einmal den Titel und tritt als Mitglied des Württembergischen Kaders am 21. April in Wangen bei den Süddeutschen Meisterschaften an.

Weniger Glück hatten Simon Keller und Alex Witt. Keller hatte gegen Johann Afrim auf Grund konditioneller Schwierigkeiten seine liebe Mühe und musste sich im Kadetten-Halbmittelgewicht nach Punkten geschlagen geben. Witt kugelte sich im Junioren-Halbmittelgewicht bereits in der ersten Runde bei einem Seitwärtshaken gegen Fethulan Kilicacalan die Schulter aus und VfB-Trainer Giovanni Saravo sah sich deshalb gezwungen, das Handtuch zu werfen.

Das Boxteam Langenargen hat mit Anatoli Muratov bereits seinen Meister, der Dritte im Bunde, Jens Ruppaner, steht am 24. März in Stuttgart im Finale. Dies haben vom VfB nach dem Aus von Alex Witt vier der zu Beginn acht gemeldeten Boxer geschafft - wohlgemerkt ohne Kampf. Für Yildiz Aykut (10) sind die Titelkämpfe ebenfalls schon beendet, bevor sie begonnen haben: im Schüler-Papiergewicht bis 36 kg trat kein weiterer Boxer an.

Bruderduell

Die Brüder Slavojub und Dejan Calijc müssen im Papiergewicht bis 32 kg - wie von Saravo befürchtet - gegeneinander antreten. "Eigentlich wollte ich das nicht, aber wieso sollen wir einen Titel verschenken", meinte der italienische Chefcoach der Häfler bereits im Vorfeld. Mohamed Maher und Denis Kabasic boxen im Papiergewicht bis 42 kg beziehungsweise im Kadetten-Halbschwergewicht um den Titel.

Sich erst das Finale verdienen müssen sich Wladislaw Witt und Rares Banu. Im Kadetten-Halbweltergewicht trifft Witt am 17. März in Neckarsulm auf Hoti Suad von Germania Stuttgart, Banu bekommt es im Leichtgewicht mit Obeid el Ali Hamza von Ring Frei Leonberg zu tun. Während Kabasic wie auch Maher bereits Internationale Württembergische Meister sind, brachte es Wladislaw Witt 2006 "nur" zur Vizemeisterschaft.

Zufriedenheit herrschte nach dem Auftakt in Leonberg, wo 80 Faustkämpfer über die Waage gingen, in beiden Lagern. Thomas Schuler und Alex Meier durften sich schon über den ersten Titel und eine weitere Finalteilnahme freuen, VfB-Trainer Giovanni Saravo über vier Finalteilnahmen, wobei den Häflern auf Grund des Finales mit den Caijc-Brüdern ebenfalls schon einmal der oberste Podestplatz reserviert ist. Saravo ist allerdings überaus zuversichtlich, dass sich Wladislaw Witt und Rares Banu noch zu dem Final-Quartett hinzu gesellen.

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