«2040» - Deutschland wird Islamische Republik

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Frauen von 16 bis 45 Jahren müssen regelmäßig zu Fruchtbarkeitsuntersuchungen, ihre Renten können sie sich durch Geburten verdienen, Pille und Abtreibung sind verboten. So versucht Sicherheitsminister Hinkeldey im Roman „2040“ von Norbert Leithold das demographische Desaster der Deutschen aufzuhalten.

Hinkeldey hat noch ein Problem: den wachsenden islamischen Bevölkerungsanteil. Die Muslimische Union, in dem Roman eine Vereinigung aller islamischen Verbände, ist zur politischen Macht geworden. Ihr Führer, der charismatische Anwalt Sürücy, wird zum Gegenspieler des Sicherheitsministers. Seine Forderung ist eindeutig: Wer dem Land die Zukunft sichert, also Kinder zeugt, muss es auch regieren.

Norbert Leithold verknüpft in seinem Roman zwei für die Zukunft Deutschlands brisante Themen: den selbstbewussten Islam und eine schrumpfende deutsche Bevölkerung. Unerwartete Wendungen sorgen für Spannung. Leitholds Sprache ist präzise und schnörkellos. Der Autor denunziert keinen seiner Protagonisten, er begründet ihr Verhalten aus den konkreten Umständen. „2040“ ist ein aufwühlender Roman zur Diskussion über Demographie und Integration.

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