Orchester zeigt Vielfalt der Barockmusik

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Das Barockorchester aus Tübingen "Collegium Illustre" hat seinen Winterlinger Zuhörern ein schönes musikalisches Erlebnis beschert. Das Orchester war bereits zum zweiten Mal in Winterlingen und wurde von einem dankbaren Publikum mit viel Applaus belohnt.

Max Bock, als musikalischer Leiter bekannte nach dem Konzert: "Wir sind überglücklich über den Verlauf dieses Konzertes." -- Als nachweihnachtliche Musik angekündigt, bot das "Collegium Illustre", ein ursprünglich rein studentisches Orchester, inzwischen von barockbegeisternden Profi- und Laienmusikern durchsetzt, in der evangelischen Kirche in Winterlingen Barockmusik vom Feinsten.

Der Name des Barockorchesters erinnert an die ehemalige Lehr- und Erziehungsanstalt in Tübingen. Aber von den pädagogischen Zielsetzungen der Vergangenheit war beim Musizieren der begeisterten Musikerinnen - sie waren deutlich in der Mehrzahl - nichts zu spüren. Sie folgten mit frischen, einfühlsamen manchmal bis zur melancholischen Barockharmonie dem Anliegen des Orchesters unter Leitung von Max Bock, Musikern und Zuhörern die Vielfalt und den Reichtum der Barockmusik zu erschließen. Dies ist dem Orchester in den verschiedenen Besetzungen, besonders durch das Mitwirken der Solistin Maria Weber mit ihrer warmer Sopranstimme überzeugend gelungen.

Authentische Spielweise

Durch die authentisch barocke Spielweise und die Verwendung von historischen oder nachgerüsteten wie nachgebauten Streichinstrumenten gewann die Musik ihre ursprüngliche filigrane Leichtigkeit, aber auch ihre Leidenschaft zurück. Das Zuhören dieser fröhlich unbefangen wirkenden Musiker, die im ungewohnten aber sehr netten Ambiente um die Orgel gruppiert spielten, führte in die Zeit des Barocks; es fehlten eigentlich nur die Kleider aus der Zeit um 1700.

Gespielt wurde deutsche und italienische Barockmusik mit je zwei Werken von Antonio Vivaldi und Rupert Ignaz Mayr. Zwischendurch brachte Tabea Flath, die im Orchester den Cembalopart spielte, mit einem lebhaften Orgelstück das Kirchenschiff zum Schwingen. Ihr Talent und ihre Spielfreude waren beeindruckend und wurden wie alle Darbietungen mit viel Beifall bedacht.

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