Sportler joggen am Lupfen

Lesedauer: 7 Min

TALHEIM - Weniger Teilnehmer als im vergangenen Jahr hat es beim Talheimer Lupfenlauf gegeben. Als Gründe nannten die Veranstalter die Hitze und andere ähnliche Veranstaltungen in der Region. Bei Musik und Frühschoppen klang das Fest gemütlich aus.

Von unserem Mitarbeiter Winfried Hollweg

Weniger Teilnehmer als letztes Jahr fanden am Samstag den Weg zum traditionellen Lupfenlauf - dieses Jahr eingebettet in die 100-Jahr-Feier des Turnvereins Talheim (TVT) als Veranstalter. Silke Pfeifer, die nun schon zum vierten Mal diese Veranstaltung organisierte, sah den Grund für die geringe Beteiligung in dem brütend heißen Wetter und zu vielen ähnlichen Veranstaltungen in der Region.

Dennoch: Die obligatorische Siegerehrung im Festzelt war ein großes Fest. Als fleißigste Jogger ehrte Pfeifer Corinna Weidinger aus Tuningen, Jenny Buschle und Geraldine Faina aus Talheim, Thomas Dold aus Tuningen und aus Talheim Andreas Vosseler, Lukas Fleischer, Kevin Dufner und Sorush Khazri, Heidi Drissler aus Trossingen, Nicola Glöckle aus Talheim und Inge Kimpel aus Aixheim. Am Abend bis spät in die Nacht sorgte dann die Gruppe "Withe Eagle" für zünftige musikalische Unterhaltung.

Ansonsten klang das Festwochenende harmonisch mit der "Seitinger Musik" vom Frühschoppen bis zum Kaffee aus . Die Zeit bis zum nächtlichen Festausklang mit fetziger Tanzmusik der "Filderspatzen" aus Leibertingen wurde spaßig ausgefüllt: Es gab Aufführungen des Kinderturnens, des Kindergartens, der das "Sportprogramm" mit der Sparte Boxen füllte, und Einlagen der Grundschule.} Bürgermeister Josef Bär zeigt, was sich in Wehingen bis 2012 tun könnte

WEHINGEN (rm) - Wegen der anhaltenden Sommerhitze hätte die von Bürgermeister Bär angesetzte- Bürgerversammlung auch ein Flop werden können, doch bestätigten rund 80 Zuhörer am Montagabend ihr Interesse an der Gemeindepolitik. Der Bürgermeister blickte in seinem Bericht mehr nach vorn als zurück.

So zeigte Bär auf, was sich in Wehingen bis zum Jahre 2012 noch alles tun könnte. Im Vorspann stellten Katharina Tautz und Katharina Hipp im selbst gedrehten Film " Der Heuberg, wie er wirklich ist" ihre persönliche Sichtweise des Heubergs vor und gaben damit eine selbstbewusste Antwort auf den Heubergfilm des Südwestfunks aus dem Jahre 1980. Mit viel Applaus wurde die Arbeit der beiden jungen Filmautorinnen bedacht.

Bürgermeister Bär stellte anschließend seine Gesamtkonzeption für die Zukunft vor, die einerseits durch die Gemeinde Wehingen selbst, andererseits aber im Verbund mit Gosheim Realität werden könnte. Warum Wehingen immer noch keine neue Festhalle habe, beantwortete er mit dem Argument, -dass die Investitionen für die Bildung bislang Vorrang gehabt hätten und auch in Zukunft noch haben würden.

Die sieben Millionen, die in den vergangenen vier Jahren in das Bildungszentrum und die 3,5 Millionen, die in die Schlossbergschule -investiert worden seien, müssten in den nächsten Jahren nochmals um rund 6 Millionen aufgestockt werden, damit Klassen- und Fachräume für die Oberstufe, Ganztagsangebote und eine dreiteilige Sporthalle gebaut werden könnten. Bär stellte verschiedene Optionen vor, wo die neue Halle ihren Platz finden könnte.

Weil damit der Sportbedarf für Schulen und Vereine abgedeckt werden könne, spreche vieles dafür, dass Wehingen sich einmal für den Bau einer reinen Festhalle entscheiden könne. Aus der alten Festhalle könnte dann nach der notwendigen Sanierung ein Dorfgemeinschaftshaus werden.

Umnutzung steht bevor

Die Umnutzung der alten Grundschule zu einer betreuten Wohnanlage und die damit verbundene Umgestaltung des Gartens von St. Berthevin stehe unmittelbar bevor. Mit der Kirchengemeinde kann sich Bär einen Deal vorstellen, in dem sie Teilflächen des Gartens von St. Berthevin der Kirchengemeinde abkauft, daran aber -die Erwartung knüpft, dass die Kirchengemeinde den Erlös in die Fronhofer Kirche investiert.

Selbige gestalte sich nämlich wegen der sehr hohen Restaurationskosten als Sorgenkind und die Finanzierung sei noch längst nicht in trockenen Tüchern. Bis 28. August soll auch definitiv feststehen, was aus dem "Hermle Areal" werde. Es verdichte sich die Möglichkeit, dass Lidl einen Discountmarkt darauf errichte.

Weitere Investitionen sieht Bär in der Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges für 350  000 Euro, einem Umbau des Lagergebäudes bei der Rettungswache und die Ersatzbeschaffung eines Unimogs für 250  000 Euro. Bezüglich der Verschuldung möchte Bär den Kurs auf einem Niveau von 500 Euro pro Einwohner festhalten. Das könne gelingen, wenn man in den kommenden Jahren jeweils rund 500  000 Euro dem Vermögenshaushalt zuführen könne.

Konstruktive Vorschläge

Die Zuhörer schienen von Bärs Äußerungen beeindruckt gewesen zu sein. In der anschließenden Diskussion gab es keine Kritik, sondern nur gut gemeinte Vorschläge, was man beispielsweise tun könne, um den Ortsmittelpunkt nicht ausbluten zu lassen. Das Lob von Willi Rutha über die solide Gemeindepolitik wurde durch den Beifall der Zuhörer besonders verstärkt und lieferte dem Bürgermeister den Beweis, dass seine Arbeit auf fruchtbaren Boden fällt. }

Bürgermeister Bär blickte mehr nach vorne als zurück. Foto: Moosbrucker

Kommentare werden geladen