Vikingstad und McLlwain Topscorer in der DEL

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Der Norweger Tore Vikingstad von den DEG Metro Stars und der Kanadier David McLlwain von den Kölner Haien waren mit jeweils 64 Punkten die besten Scorer in der Vorrunde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Der zum „Eishockeyspieler des Jahres“ gewählte Vikingstad, der mit den Nationalspielern Klaus Kathan und Daniel Kreutzer eine herausragende Sturmreihe bildet, schoss dabei 23 Tore. McLlwain glänzte mit 50 Assists als Vorlagengeber. Beide traten die Nachfolge des Frankfurters Pat Lebeau an, der im Vorjahr mit überragenden 94 Punkten zum zweiten Mal in Folge Top-Scorer war, in dieser Saison aber lange wegen eines Kieferbruches ausfiel. Bester Deutscher war als Sechster erneut Kreutzer mit 57 Punkten.

Der Krefelder Alexander Seliwanow holte sich dank zweier Treffer am letzten Spieltag mit 30 Toren die Torjägerkrone. Der Russe zog damit noch am für Köln spielende Slowaken Ivan Ciernik (29) vorbei. Als bester Deutscher folgt Nationalspieler Klaus Kathan mit 28 Treffern auf Rang drei. Kathans Sturmpartner Vikingstad und Kreutzer erzielten 23 beziehungsweise 21 Tore.

Die meisten Strafminuten musste mit 214 der Hamburger Benoit Gratton absitzen, es folgt der Hannoveraner Shawn Heins (196), der gleich vier Spieldauer-Disziplinarstrafen erhielt. Mit durchschnittlich knapp 27 pro Spiel kassierten die Frankfurt Lions die meisten Strafminuten, knapp dahinter folgen die Hannover Scorpions. Adler Mannheim wurde mit gut 18 Strafminuten pro Partie von der unfairsten Mannschaft der vorigen Saison zum fairsten Team dieses Jahres, verpasste aber die Playoffs.

Die Kölner Haie waren erneut der Zuschauerkrösus und übertrafen mit 12 453 Fans pro Spiel leicht den Schnitt der vorigen Saison. Trotz des sportlichen Misserfolges strömten pro Partie 11 057 Zuschauer in Mannheims neue Arena. Auch die Hamburg Freezers verzeichneten trotz eines leichten Rückgangs mit 10 748 Zuschauer durchschnittlich wieder einen fünfstelligen Besuch.

Das Viertelfinale läuft erneut über maximal sieben Spiele, vier Siege sind zum Weiterkommen nötig. Halbfinale und Finale werden über höchstens fünf Spiele ausgetragen, drei Erfolge sind zum Gesamtsieg erforderlich. In den Playoff-Spielen gibt es bei einem Unentschieden nach 60 Minuten kein Penaltyschießen. In Partien, wo für ein Team das Weiterkommen möglich ist, wird so lange verlängert, bis ein Tor fällt. In den Spielen, in denen noch kein Gesamtsieger ermittelt wird, gibt es eine maximal 20-minütige Extra-Spielzeit. Steht es danach immer noch unentschieden, folgt das Penaltyschießen.

Die Endspiele sind derzeit angesetzt für den 13., 15., 17., 20. und 22. April. Da für die Nationalmannschaft bereits am 24. April die B-Weltmeisterschaft beginnt, würde die Finalserie bereits am 9. April beginnen und spätestens am 20. April enden, falls der 9. April nicht mehr als Termin für ein fünftes Halbfinale benötigt wird. Von diesem Freitag an spielen die Kassel Huskies und der EV Duisburg letztmalig einen sportlichen Absteiger aus. Wer zuerst vier Siege geschafft hat, bleibt in der DEL. Ein entscheidendes siebtes Spiel würde am 2. April stattfinden.

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