Franz Werz verleiht dauerhaft seine eigenen Höhlenfunde

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Überraschender Besuch ist kurz nach Weihnachten im Veringenstädter Rathaus erschienen. Franz Werz aus Sigmaringen hat Bürgermeister Armin Christ zahlreiche Funde aus der Göpfelstein- und Nikolaushöhle als Dauerleihgabe für das Veringenstädter Heimatmuseum übergeben.

Franz Werz kam im Alter von zehn Jahren mit seiner Mutter und Schwester nach Veringenstadt. In seiner Nachbarschaft wohnte der Urgeschichtsforscher Dr. Eduard Peters, der in der Zeit von 1934 bis zu seinem Tode im Jahre 1948 Grabungen in den Veringerstädter Höhlen machte und dessen Namen mit der Erforschung der Höhlen rund um Veringenstadt untrennbar ist.

Die Grabungen von Dr. Eduard Peters beeindruckten Franz Werz als kleinen Jungen so sehr, dass bei ihm selbst großes Interesse für die Höhlen von Veringenstadt entstand und er oftmals seine Freizeit mit eigenen Erkundungen in den Höhlen verbrachte. Nachdem Peters in seinen Unterlagen festgehalten hatte, dass die Göpfelsteinhöhle und die Annakapellenhöhle vollständig ausgeräumt waren, erhielt er für diese Erkundungen vom damaligen Bürgermeister Stefan Fink auch den Segen von oberster Stelle.

Funde von Feuersteinwerkzeug und eines Zahnes vom Höhlenbär spornte ihn noch mehr an. Im Lauf der Jahre konnte Franz Werz zahlreiche Funde vorweisen, die bereits zum großen Teil ihren Platz im Heimatmuseum gefunden haben. Den noch fehlenden Teil dieser Funde vermachte er jetzt, sehr zur Freude von Bürgermeister Armin Christ, dem Veringenstädter Heimatmuseum als Dauerleihgabe. Dabei handelt es sich um Feuersteinwerkzeuge, Knochen und Zähne verschiedener eiszeitlicher Tiere, wie zum Beispiel Höhlenbär, Wollnashorn, Wildpferde aus der Zeit des Neandertalers und des ersten Auftretens der frühmodernen Menschen in Europa sowie Tonscherben, Spinnwirtel und einer Bronzenadel aus der Bronze- und Keltenzeit.

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