DLV streicht Sprintstaffel der Frauen für die WM

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Bei den Leichtathletik-WM in Helsinki (6. bis 14. August) wird keine deutsche Sprintstaffel der Frauen am Start sein.

„Die 4 x 100-Meter-Staffel wird zurückgezogen. Es hat keinen Sinn, eine mitzunehmen“, sagte Jürgen Mallow, der Leitende Bundestrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), nach dem 11. Bayer-Meeting in Leverkusen. Dort hatte das Quartett mit Katja Wakan (Halle/Saale), Sabrina Mulrain (Mannheim), Sandra Möller (Mainz) und Verena Sailer (Fürth/München/Würzburg) mit 44,29 Sekunden erneut die vom DLV geforderte WM-Norm (44,00) verfehlt.

Hingegen darf die deutsche Männer-Staffel, die in der Besetzung Alexander Kosenkow, Marc Blume (beide Wattenscheid), Tobias Unger (Kornwestheim/Ludwigsburg) und Marius Broening (Tübingen) in 38,61 Sekunden deutsche Jahresbestzeit rannte, für die WM planen. Der deutsche Frauen-Sprint leidet seit Wochen unter verletzungsbedingten Ausfällen: Olympia-Teilnehmerin Sina Schielke (Dortmund) sowie Marion Wagner (Mainz) konnten erst gar nicht richtig in die Saison starten. Esther Möller (Troisdorf/Siegburg) erlitt bei den deutschen Meisterschaften in Wattenscheid einen Achillessehnenriss und wegen muskulärer Probleme fehlte auch noch Birgit Rockmeier (Dortmund), deren Zwillingsschwester Gabi ebenfalls verletzt ist.

Mallow bestätigte zudem, dass Hochspringer Roman Fricke aus dem zuvor noch 62 Athleten bestehenden WM-Kader gestrichen wird. „Er hat mehrere Chancen gehabt und sie nicht genutzt„, sagte der DLV- Funktionär über den Leverkusener, der die geforderte Qualifikationshöhe von 2,30 nur ein Mal gesprungen war.

Seine WM-Tauglichkeit unter Beweis stellen muss noch der angeschlagene Diskus-Olympiasieger und fünffache Weltmeister Lars Riedel: Der Chemnitzer kann in dieser Saison nur die 65,82 Meter vom 28. Mai in Wiesbaden aufweisen und ist nun beim Werfermeeting in Schönebeck nochmal gefordert.

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