Die Kölner Pop-Band Klee "macht ihr eigenes Ding"

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FISCHBACH - "Wir sind totaaaaal glücklich, dass so viele Leute trotz dieses wunderbaren Wetters gekommen sind, um uns zu hören", grinste Suzie Kerstgens, die Frontfrau der Kölner Popgruppe Klee, verschmitzt, als sie am Donnerstagabend die Bühne im Bahnhof Fischbach betrat.

Von unserer Mitarbeiterin Janine Bauer

Mit dabei war der Gitarrist Tom Deininger alias "Sex on the legs", wie Suzie ihn auch gerne liebevoll nennt. Am Schlagzeug saß Daniel Klingen. Am Keyboard wurde Kerstgens von Stan Servaes, und am Bass von Christoph Maria Schneider begleitet.

Deutscher Pop ist wieder "in". Was uns Bands wie Juli oder Silbermond in den vergangenen Jahren vorgemacht haben, wurde durch den Auftritt von Klee ein weiteres Mal bewiesen. Als die charmante Band endlich nach einstündiger Verspätung um kurz nach 21 Uhr zu spielen begann, war das breit gefächerte Publikum bereits in bester Stimmung. Von Müdigkeit war bei der Band keine Spur zu bemerken, auch wenn die über siebenstündige Fahrt wohl geschlaucht haben muss. "Und das ist für alle, dieÉ Und das ist für Euch!!" sprach Suzie Kerstgens mit rauchiger Stimme, und stimmte in den ersten Song des Abends Nach ihrem schweren Autounfall haben sich "Rallye", wie sie noch vor einigen Jahren hießen, eine kreative Pause gegönnt. Geprägt durch dieses Erlebnis wurde ihr Soundgefühl tiefgründiger und die Gruppe in ihrer Entwicklung erwachsener. So wurde aus Rallye die Band Klee, wie sie sich heute nennt. Ihre Musik sind gefühlvolle charismatische Passagen, die zum Nachdenken bewegen. Sie singen über die Liebe und das Leben, über Gefühle, über Gewinn und Verlust. Das sind die zentralen Themen, die Suzie und ihre Band auf wunderbare Art und Weise glaubhaft und lebendig dem Publikum vermitteln wollen. So lächelte die charismatische Frontfrau bei der Ansage zu "Tausendfach" - "Mindestens einmal im Leben sollte man sich verliebt haben. Dafür lebt man doch schließlich!" Der Song handelt davon, den Glauben an sich und an die Liebe nie zu verlieren. Die Fans waren begeistert.

Keine offenen Wünsche

Spätestens bei "Erinner Dich" war das Eis völlig gebrochen, und die Stimmung gelangte auf den Siedepunkt. Suzie hat es ein weiteres Mal geschafft, die Menge zu begeistern. Es wurde ausgelassen getanzt und mehrfach nach "Zugabe" verlangt. Inspiration bekommt die Band vor allem von britisch angehauchter Popmusik. "Aber wir machen trotzdem unser eigenes Ding", so Suzie und Tom. Den Song "Wunschfrei" kennen wir aus dem Album "Jelängerjelieber". Doch offene Wünsche gab es an diesem Abend wohl für niemanden. }

Klee mit Frontfrau Suzie Kerstgens erwies sich auch in Fischbach als Band zum Anfassen. Foto: Janine Bauer

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