"Rosengarten ist eine Erfolgsgeschichte"

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AALEN-WASSERALFINGEN - "Es ist eine Erfolgsgeschichte". So hat Aalens Erster Bürgermeister Dr. Eberhard Schwerdtner die 30 Jahre des Bestehens des Schulkindergartens "Rosengarten" auf den Punkt gebracht. Mit einem Festakt ist das Jubiläum gestern gefeiert worden.

Von unserem Redakteur Eckard Scheiderer

1974 hatte die Geburtsstunde in der ehemaligen Wirtschaft  "Rosengarten" in Aalen auf Initiative von Eltern im damaligen Spastikerverein geschlagen. Bereits wenige Zeit später kam der Sonderschulkindergarten in die Obhut der Konrad-Biesalski-Schule in Wört. So erinnerte deren langjähriger Schulleiter Michael Seydaack gestern als "Zeitzeuge von Anfang an" an die letzten 30 Jahre. 250 behinderte Kinder seien bis heute gefördert und betreut worden. Ein Glücksfall sei 1990 der Umzug in den von der Familie Allgeyer erworbenen ehemaligen evangelischen Kindergarten in der Wasseralfinger Schlossstraße gewesen. 2002 habe die bauliche auch eine inhaltliche Erweiterung ermöglicht, sei doch dabei die lang gewünschte Integrationsgruppe aus behinderten und nicht behinderten Kindern realisiert worden.

Wie sehr dieses Integration auch auf Elternseite gelungen ist, unterstrich der Vorsitzende des Elternbeirats, Uwe Troßbach. Auch der kaufmännische Leiter der württembergischen Betriebe des Rehabilitationszentrums Südwest in Karlsruhe, Ron Geyer, ging auf die besondere Rolle der Eltern ein. Hilflosigkeit und Ratlosigkeit von Eltern gegenüber der Aufgabe, schwer behinderte Kinder zu fördern, hätten zur Entstehung des "Rosengartens" geführt. Und später seien es wieder die Eltern gewesen, die eine Integration von behinderten und nicht behinderten Kindern mit angestoßen hätten.

Bürgermeister Dr. Eberhard Schwerdtner sagte, der hervorragen-de Ruf des "Rosengartens" zeige, dass die Rahmenbedingungen und das Engagement der hier Tätigen stimmten. "Wir freuen uns, dass der ,Rosengarten' hier bei uns ist", bekundete Ortsvorsteher Karl Bahle und unterstrich, "sie haben dem Ruf Wasseralfingens gut getan". Gertrud Teufert, Gründungsmitglied des einstigen Spastikervereins und "Motor" bei der Entstehung des "Rosengartens", sprach von einem durch zahlreiche Spenden entstandenen "guten Nährboden", auf dem man ohne finanzielle Schulden "aus dem Nichts heraus" einen Sonderschulkindergarten habe aufbauen können.

Name und Programm zugleich sei der "Rosengarten", meinte Ulla Schell vom Körperbehindertenverein Ostwürttemberg. Und Jutta Pagel, Geschäftsführerin des Landesverbands für Körper- und Mehrfachbehinderte, nannte die Geschichte der Einrichtung das Ergebnis des "Bohrens dicker Bretter durch die Eltern". Neben den "Rosengarten"-Kindern sorgten die Klasse 4  a von der Talschule und der Trompetensolist Max Sutter (Klasse 4  c) für die Gestaltung der Feier.

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